Der Zug in Richtung Oberliga ist ohne Schalke unterwegs

WAZ

Hattingen. Die Schalker Handballer haben am Sonntagabend 27:31 in Hattingen verloren. Die Aufstiegsträume des Verbandsligisten sind damit vorbei.

Von den letzten sieben Spielen haben die Handballer des FC Schalke 04 fünf verloren. Eins davon am Sonntagabend mit 27:31 (9:16) beim TuS Hattingen. Damit liegt der ehemalige Verbandsliga-Spitzenreiter nun vier Spieltage vor dem Saisonende drei Punkte hinter dem aktuellen Tabellenführer Haltern zurück. Für Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder steht fest: „Der Zug in Richtung Oberliga ist für uns jetzt definitiv abgefahren.“

Die Saison will er trotz der ersten Enttäuschung nicht schlechtreden. „Als Aufsteiger waren wir bis kurz vor Ende der Spielzeit im Rennen um den Aufstieg dabei“, sagt er. „Aber wir haben fünf verletzte Stammspieler, das können wir unmöglich auffangen.“

Mit Abwehrchef Matthias Bober, Linksaußen Daniel Linke, den Rückraumspielern Marijo Samija und Jens Rosenbaum sowie dem bulgarischen Neuzugang Nikoly Neychev fehlen den Schalkern tatsächlich fünf Akteure, die normalerweise in der Anfangsformation stehen würden.

In Hattingen hatte sich der Rest der Mannschaft dennoch viel vorgenommen, aber das Team agierte zu Beginn übermotiviert und überhastet. Genau das mögen die Gastgeber, denn dann können sie ihren Trumpf ausspielen und beim Konter schnell in die Lücken stoßen. Trotz des grandios haltenden Keepers Fabian Sinkovec lagen die Schalker in der 27. Minute mit 6:14 hinten.

„Diesem Rückstand sind wir dann hinterher gelaufen“, so Hosenfelder. Beispielhaft für die Partie die Sekunden vor der Pause. In einer Auszeit besprachen die Schalker, auf die Abpraller zu achten. Und wie es in solchen Situationen dann so ist: Es gab einen Abpraller, Hattingen schaltete schneller, und der Ball rauschte mit dem Signal zur Pause zum 16:9 für Hattingen ins Netz. Torschütze war ausgerechnet der frühere Schalker Kreisläufer Philpp Dobrodt.

Nach der Pause kam dann Jerome Barth in die Partie. Mit sieben Treffern hielt er die Schalker zwar noch eine Zeitlang im Spiel, doch am Ende konnte auch er an der Niederlage nichts mehr ändern.

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 5, Max Gill 2, Nils Beyer, Rosen Kolev 1, Frederic Hentschel 3, Philipp Gemsa 4, Christopher Heming 1, Jérôme Barth 7, Marcel Mackowiak 3, Philipp Krabusch, Anouar Fritzenwanker, Ingo Häussler.

26.03.2017