Das Aufstiegsrennen der Schalker wird jetzt kompliziert

Rein damit: Der Schalker Rosen Kolev (links) erzielte beim 32:26-Sieg gegen Riemke fünf Treffer. Foto Michael Korte Rein damit: Der Schalker Rosen Kolev (links) erzielte beim 32:26-Sieg gegen Riemke fünf Treffer. Foto Michael Korte

WAZ

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer bleiben nach dem 32:26-Sieg im Rennen um den Oberliga-Aufstieg. Plötzlich eröffnet sich sogar eine zweite Chance.

 

Ihr letztes Heimspiel der Verbandsliga-Saison haben die Handballer des FC Schalke 04 souverän mit 32:26 gegen den SV Teutonia Riemke gewonnen. Damit bleiben sie im Rennen um den Aufstieg, der erst am letzten Spieltag entschieden wird.

 

Doch die Angelegenheit wird plötzlich ein wenig kompliziert.

 

Denn: Schalke und TuS Ferndorf II liegen punktgleich an der Tabellenspitze, und nur der Meister steigt sicher auf. Da in der Handball-Verbandsliga bei Punktgleichheit nicht das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich entscheidet, ist Ferndorf im Vorteil. Das Team hat den direkten Vergleich gegen Schalke in dieser Saison gewonnen.

 

Heißt: Wenn Ferndorf am kommenden Samstag sein Heimspiel gegen den SV Westerholt gewinnt, sind der Mannschaft die Meisterschaft und der Aufstieg nicht mehr zu nehmen. Verliert Ferndorf aber oder spielt unentschieden, wären die Schalker plötzlich wieder im Rennen. In diesem Fall wären sie mit einem Auswärtssieg beim TuS Bommern Meister und Aufsteiger in die Oberliga.

 

Dabei haben die Schalker einen kleinen Vorteil: Ihr Spiel in Bommern ist die einzige Partie des letzten Spieltages, die nicht am Samstag, sondern am Sonntag ausgetragen wird. Eigentlich im Sport ein Unding, aber die komplizierte Hallensituation beim TuS Bommern hat keine Alternative gelassen. Wenn das Spiel also Sonntag um 11.30 Uhr beginnt, wissen die Schalker, was in der Tabelle Sache ist.

 

So weit, so gut. Der eigentlich komplizierte Teil kommt nun. Denn möglicherweise reicht der zweite Tabellenplatz jetzt doch zum Aufstieg, und dabei spielt der bundesweite Handball eine Rolle. In der Oberliga Ostsee-Spree verzichtet der Meister LHC Cottbus auf den Aufstieg in die 3. Liga. Um diesen überraschend frei gewordenen Platz auszuspielen, treffen sich die vier Drittletzten der vier bundesweiten 3. Ligen am kommenden Wochenende zu einer Abstiegs-Relegation. Der Sieger dieses Turniers behält seinen Platz in der 3. Liga. Beim Turnier dabei sind die Teams TuS Volmetal (Staffel West), SG VTB Altjührden (Staffel Nord), SG Pforzheim/Eutingen (Staffel Süd) und SG LVB Leipzig (Staffel Ost).

 

Sollte der Relegations-Sieger am Ende der TuS Volmetal aus der West-Staffel der 3. Liga sein, dann steigt Volmetal nicht in die Oberliga Westfalen ab. Diesen freien Platz in der Oberliga könnte dann dem FC Schalke gehören. Aber nur unter bestimmten Bedingungen.

 

Die Schalker müssen Zweiter der Verbandsliga 2 in Westfalen werden. Dazu müssen sie wohl beim TuS Bommern gewinnen, denn einen Punkt dahinter lauert Haltern-Sythen. Der Zweite der Verbandsliga 2 wird ein Relegationsspiel gegen den Zweiten der Verbandsliga 1 durchführen, das ist der TuS 09 Möllbergen aus Porta Westfalica. Der Sieger könnte dann doch noch über einen Umweg den Sprung zur kommenden Saison in die Oberliga schaffen.

Ralf Birkhan, 07.05.2017

 

Schalke: Erzfeld, Sinkovec, Gemsa (6), Beyer (3), Gill (6), Heming (2), Krabusch (1), Busjan (7),Hentschel (2), Bober, Kolev (5), Bicker.