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4. Neuverpflichtung zum Sommer

Verstärkung für den Rückraum Verstärkung für den Rückraum

WAZ

Schalke holt Thimo Kirsch aus der 3. Liga als Verstärkung

 

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer haben den vierten Neuzugang unter Dach und Fach. Im Sommer kommt Thimo Kirsch vom Drittligisten TuS Volmetal.

 Die Handballer des FC Schalke 04 haben ihren vierten Neuzugang für die kommende Saison unter Dach und Fach: Der 24-jährige Thimo Kirsch vom Drittligisten TuS Volmetal wird die Mannschaft ab dem Sommer verstärken. Dabei ist es egal, ob die Schalker aufsteigen. Die Zusage des Rückraumspielers gilt sowohl für die Verbandsliga als auch für die Oberliga.

 Kirsch hatte mehrere Jahre ganz auf die Karte Handball gesetzt. Er stand im Kader der Bundesligisten TBV Lemgo und VfL Gummersbach, doch bei beiden Klubs spielte er am Ende in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.

 Für Schalke ist der Mann, der im linken Rückraum zuhause ist, der aber auch auf der rechten Seite spielen kann, ein Top-Zugang. „Es macht uns stolz, dass er sich für uns entscheiden hat“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder. Dabei war die Verpflichtung eher ein Zufallsprodukt.

 Kirsch ist, laut Hosenfelder, ein Schalker durch und durch, und daher hat er von sich aus den Kontakt zu den Handballern gesucht. Die Schalker, die drei Spieltage vor dem Saisonende noch aufsteigen können, haben dem Studenten dann nicht „Nein“ gesagt. Im Gegenteil: „Das ist ein echtes Statement“, so Hosenfelder. „Ein Signal in Richtung Liga und in Richtung aller anderen Vereine.“

Schalke auf dem Zahnfleisch und mit einem Sieg in die Ferien

Felix Busjan erzielte 11 Tore Felix Busjan erzielte 11 Tore

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Schalke auf dem Zahnfleisch und mit einem Sieg in die Ferien

 

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer gehen mit einem 27:24-Sieg gegen Plettenberg in die Ferien. Über Ostern sollen sich die verletzten Stammspieler erholen.

 

Schönen Handball darf im Moment vom Verbandsligisten FC Schalke 04 niemand verlangen. Der Mannschaft fehlten zu Beginn der Partie gegen den HSV Plettenberg/Werdohl sechs verletzte Stammspieler. Nach einer Viertelstunde musste auch noch Christopher Heming als nächster mit einer Schulterverletzung raus. Dennoch siegten die Schalker 27:24 (14:13). „Hauptsache gewonnen“, fand Trainer Sebastian Hosenfelder.

 

Eine ganz einfache Rechnung. Zuletzt hatten die Schalker dreimal in Folge verloren und waren dadurch von der Tabellenspitze gestürzt. Eigentlich waren das Thema Meisterschaft und Aufstieg damit schon endgültig erledigt. Doch dann kämpfte sich die dezimierte Mannschaft zum Heimsieg, und gleichzeitig verlor der neue Spitzenreiter HSC Haltern-Sythen 23:25 in Bommern. Schon sind die Schalker drei Spieltage vor dem Ende der Saison wieder auf einen Punkt heran. Alles drin, aber Trainer Hosenfelder will das nicht zu hoch hängen. „Natürlich sind wir Sportler und werden sicherlich bis zum Ende alles geben“, sagt er. „Aber eigentlich ist der Aufstieg bei uns gerade überhaupt kein großes Thema.“

 

Am Mittwoch (20.30 Uhr) muss sein Team nochmal im Pokal in Hattingen antreten, doch danach ist endlich einmal Ruhe. In den Osterferien ist Gelegenheit, ein paar Verletzungen auszukurieren. Denn: In der Meisterschaft geht es erst am 29. April für die Schalker weiter. Daher stehen für die gesamte Mannschaft nach dem Pokalspiel auch zehn freie Tage auf dem Programm. Erst in der zweiten Woche der Osterferien geht es wieder mit dem Training weiter.

 

Bis dahin kehren möglicherweise drei der verletzten Spieler in den Kader zurück. Abwehrchef Matthias Bober könnte sein angerissenes Außenband im Fuß bis dahin in den Griff kriegen. Und auch die beiden Bulgaren, die über Ostern in ihrer Heimat sind, haben Hoffnung auf eine Rückkehr.

 

Bei Rosen Kolev müsste in der dreiwöchigen Pause sein Muskelfaserriss ausheilen können, und Nikolai Neychev bekommt seinen Gips vom Handgelenk. Wenn der Bruch dort verheilt ist, wird er zum Saisonende noch einmal nach Schalke zurück kehren, um der Mannschaft im Endspurt der Saison zu helfen.

 

Starkes Spiel von Maximilian Gill

 

Wenn nicht, müssen es auch weiterhin die anderen richten. Gegen Plettenberg überzeugte zum Beispiel Maximilian Gill, der Verantwortung übernahm und auch drei Tore erzielte. Der A-Jugendliche Christian Koscevic gab zudem sein Liga-Debüt, und stand dabei über eine Viertelstunde auf dem Platz. „Auch er hat seine Sache gut gemacht“, so Hosenfelder.

 

Schalke: Erzfeld, Sinkovec, Haeussler, Gemsa (4), Beyer, Gill (3), Barth (2), Koscevic, Heming (1), Krabusch (2), Busjan (11/1), Fritzenwanker (1), Hentschel (3).

 

Ralf Birkhan, 02.04.2017

Der Zug in Richtung Oberliga ist ohne Schalke unterwegs

WAZ

Hattingen. Die Schalker Handballer haben am Sonntagabend 27:31 in Hattingen verloren. Die Aufstiegsträume des Verbandsligisten sind damit vorbei.

Von den letzten sieben Spielen haben die Handballer des FC Schalke 04 fünf verloren. Eins davon am Sonntagabend mit 27:31 (9:16) beim TuS Hattingen. Damit liegt der ehemalige Verbandsliga-Spitzenreiter nun vier Spieltage vor dem Saisonende drei Punkte hinter dem aktuellen Tabellenführer Haltern zurück. Für Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder steht fest: „Der Zug in Richtung Oberliga ist für uns jetzt definitiv abgefahren.“

Die Saison will er trotz der ersten Enttäuschung nicht schlechtreden. „Als Aufsteiger waren wir bis kurz vor Ende der Spielzeit im Rennen um den Aufstieg dabei“, sagt er. „Aber wir haben fünf verletzte Stammspieler, das können wir unmöglich auffangen.“

Mit Abwehrchef Matthias Bober, Linksaußen Daniel Linke, den Rückraumspielern Marijo Samija und Jens Rosenbaum sowie dem bulgarischen Neuzugang Nikoly Neychev fehlen den Schalkern tatsächlich fünf Akteure, die normalerweise in der Anfangsformation stehen würden.

In Hattingen hatte sich der Rest der Mannschaft dennoch viel vorgenommen, aber das Team agierte zu Beginn übermotiviert und überhastet. Genau das mögen die Gastgeber, denn dann können sie ihren Trumpf ausspielen und beim Konter schnell in die Lücken stoßen. Trotz des grandios haltenden Keepers Fabian Sinkovec lagen die Schalker in der 27. Minute mit 6:14 hinten.

„Diesem Rückstand sind wir dann hinterher gelaufen“, so Hosenfelder. Beispielhaft für die Partie die Sekunden vor der Pause. In einer Auszeit besprachen die Schalker, auf die Abpraller zu achten. Und wie es in solchen Situationen dann so ist: Es gab einen Abpraller, Hattingen schaltete schneller, und der Ball rauschte mit dem Signal zur Pause zum 16:9 für Hattingen ins Netz. Torschütze war ausgerechnet der frühere Schalker Kreisläufer Philpp Dobrodt.

Nach der Pause kam dann Jerome Barth in die Partie. Mit sieben Treffern hielt er die Schalker zwar noch eine Zeitlang im Spiel, doch am Ende konnte auch er an der Niederlage nichts mehr ändern.

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 5, Max Gill 2, Nils Beyer, Rosen Kolev 1, Frederic Hentschel 3, Philipp Gemsa 4, Christopher Heming 1, Jérôme Barth 7, Marcel Mackowiak 3, Philipp Krabusch, Anouar Fritzenwanker, Ingo Häussler.

26.03.2017

Schalke stolpert und muss die Tabellenführung abgeben

Mathias Bober verletzte sich im Spiel Mathias Bober verletzte sich im Spiel

WAZ

Schalke.   Die Schalker Handballer sind nach der 24:28-Niederlage gegen Senden von der Tabellenspitze gestürzt. Abwehrchef Matthias Bober verletzt.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 stecken in einer Krise. Sie verloren ihr Verbandsliga-Heimspiel in der Sporthalle Schürenkamp gegen den ASV Senden mit 24:28, und am Sonntagabend siegte der Verfolger HSC Haltern-Sythen 30:20 beim Tabellenletzten HSG Vest Recklinghausen und zog an Schalke vorbei.

 

Nicht die letzte schlechte Nachricht des Tages, denn Kapitän Matthias Bober meldete sich verletzt. Der Knöchel des Abwehrchefs ist geschwollen, es besteht Verdacht auf Außenbandriss. Genau diese Verletzung hatte Bober auch Anfang der Saison.

 

Dennoch ist für die Schalker weiterhin alles möglich in dieser Saison, denn immerhin haben sie den direkten Vergleich mit Haltern für sich entschieden, und der zählt bei Punktgleichheit. Die Königsblauen, die nun vier ihrer vergangenen sechs Meisterschaftsspiele verloren haben, sind aber nicht die einzigen, für die es nicht läuft. Der HC Tura Bergkamen hat wie Schalke die letzten beiden Partien verloren. Die Frage nach dem Meister und Aufsteiger wird wohl erst am letzten Spieltag entschieden. Denn die ersten Sieben der Liga trennen gerade einmal fünf Punkte.

 

Gegen den ASV Senden sah es in der ersten Halbzeit und auch zu Beginn der zweiten 30 Minuten gut für die Schalker aus. Sie spielten in der Defensive aggressiv, pushten sich immer wieder gegenseitig und auch die Spieler auf der Bank feuerten ihre Kameraden immer wieder an.

 

Das erste Tor der Partie war noch den Gästen aus dem Münsterland vergönnt. Doch danach gaben die Schalker den Ton an. Nach dem Treffer von Christopher Heming zum 9:6 in der 21. Minute nahm Senden eine Auszeit. Doch Schalke ließ sich nicht beirren und ging mit einer 12:10-Führung in die Pause, auch dank fünf Treffer von Felix Busjan, davon vier Siebenmeter.

 

Bis zum 17:14 nach einem Tempogegenstoß durch Nils Beyer in Unterzahl in der 40. Minute lief alles noch rund. Doch nach der zweiten Zwei-Minuten-Strafe gegen Frederic Hentschel in der 43. Minute gab es einen Knacks im Schalker Spiel. Senden glich zum 17:17 aus, davon zwei Treffer in Überzahl. Zwar gingen die Gastgeber wieder in Front, doch das 18:17 durch Philipp Gemsa in der 46. Minute sollte die letzte Führung der Schalker in dieser Partie sein.

 

Nach dem einzigen Treffer Hentschels in der Partie zum 19:19 in der 50. Minute blieb Schalke sieben Minuten ohne eigenen Treffer. Senden dagegen drehte die Partie zum 24:19 – die Entscheidung in der 57. Minute. In der letzten Minute konnte Felix Busjan mit zwei Treffern lediglich Ergebniskosmetik betreiben.

 

Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder war nach der Partie enttäuscht, er hatte sich aber schnell wieder gefangen. „Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt. Wir standen sehr gut in der Deckung“, sagte er. „Und auch in der zweiten Halbzeit haben wir gut angefangen. Doch dann kam eine Phase, in der wir selbst kein Tor machten und der Gegner vorbeizog.“

 

Die Ursache für die Niederlage machte er an einem Punkt fest. „Wir haben bei uns keinen Leader wie bei Senden die Nummer zehn (Hendrik Kuhlmann, Anmerkung der Redaktion). Uns fehlt der Führungsspieler. Der Kopf der Mannschaft sitzt bei uns auf der Bank“, sagte Sebastian Hosenfelder und zeigte dabei auf den verletzten Marijo Samija. Die verletzungsbedingten Ausfälle lassen sich bei den Schalkern wohl doch nicht so leicht kompensieren. Und jetzt droht auch noch der Ausfall von Bober...

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 8, Max Gill, Nils Beyer 2, Rosen Kolev 2, Frederic Hentschel 1, Philipp Gemsa 5, Christopher Heming 5, Jérôme Barth, Leon Rembrink, Philipp Krabusch, Anouar Fritzenwanker, Mathias Bober.

 

Stefan Andres, 19.03.2017

Schalke will nach oben und holt dafür drei neue Spieler

WAZ

Schalke will nach oben und holt dafür drei neue Spieler

 

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer holen drei neue Spieler. Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen wollen mit dem Team in die Oberliga.

 

Die Zeit der kurzen Wege ist für Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen vorbei. Alle drei Handballer stecken vor ihrer Vorstellung beim Verbandsliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 im Stau fest und verspäten sich. „In Dinslaken wohne ich fünf Minuten zu Fuß von der Halle weg“, sagt Bastian Schwengers. Ab der nächsten Saison muss der Oberliga-Spieler vom MTV Rheinwacht dann mit dem Auto zum Training kommen. Denn: Das Trio spielt ab dem Sommer für die Schalker.

 

Nach Möglichkeit in der Oberliga, denn die Schalker stehen trotz ihrer jüngsten 22:27-Niederlage in Ferndorf noch auf dem ersten Tabellenplatz der Verbandsliga, der den Aufstieg bedeutet. „So kurz vor dem Ziel wollen wir es natürlich auch schaffen“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder. Und wenn nicht? „Dann in der nächsten Saison.“

 

Daher kommen die drei Neuzugänge auf jeden Fall, egal in welcher Liga die Schalker spielen werden. „Oberliga wäre natürlich gut“, sagt Jakob Liedtke. „Darauf habe ich richtig Bock.“ Er wechselt vom Liga-Rivalen HSG Vest Recklinghausen zu den Königsblauen. Warum? „Weil das Projekt der Schalker im Handball einfach das Beste im Umkreis ist“, so der 24-Jährige.

 

Das Projekt: Mit Sebastian Hosenfelder haben die Schalker als einziger Verbandsligist einen Hauptamtlichen, der sich als Trainer nicht nur um die „Erste“ kümmert, sondern der auch die Jugendmannschaften betreut und seine Spielidee schon dort mit dem Nachwuchs aufbauen möchte.

 

Ein Linkshänder wird noch gesucht

 

Dazu werden die Handballer beim medizinischen Zentrum Medicos bestens versorgt. Ab der kommenden Saison gibt es nicht nur wie bisher bereits in der Physiotherapie mit Holger Just einen eigenen Ansprechpartner, sondern auch einen Arzt, der für die Handballer zuständig ist.

 

Und, drittens: Das erklärte Ziel des Vereins ist der Aufstieg. Entweder schon in dieser Saison, spätestens aber dann im nächsten Jahr. Das alles will Hosenfelder mit jungen Spielern aus der näheren Umgebung erreichen. Unter diese nähere Umgebung fällt dann zum Beispiel auch Bastian Schwengers, der außerhalb des Berufsverkehrs in 25 Minuten von Dinslaken aus beim Training im Sportzentrum Schürenkamp sein kann.

 

Das gilt auch für Julian Ihnen, der in der Landesliga bei Westfalia Herne spielt. Der 22-Jährige stand schon im vergangenen Sommer auf der Wunschliste der Schalker, doch damals fiel die Entscheidung über den Aufstieg in die Verbandsliga erst am Ende der Saison. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ihnen bereits bei Westfalia Herne zugesagt. Die Königsblauen kamen zu spät.

 

Aus diesem Grund haben sie in diesem Jahr früh Nägel mit Köpfen gemacht und bereits drei Neuzugänge verpflichtet. Auch der Bulgare Nikolay Neychev, der erst im Winter kam und nach wenigen Spielen mit einem gebrochenen Handgelenk ausfiel, soll nach Möglichkeit gehalten werden.

 

Fehlt noch ein Linkshänder für den Rückraum, dann ist das neue Team komplett. Egal, ob für die Verbandsliga oder für die Oberliga.

 

Ralf Birkhan, 13.03.2017

Handballer verlieren und bleiben vorne

Zu wenige Tore im Angriff erzielt Zu wenige Tore im Angriff erzielt

WAZ

Gelsenkirchen.   Die Handballer des FC Schalke 04 haben sich eine 22:27-Niederlage bei der Reserve des Zweitligisten TuS Ferndorf geleistet. Da aber auch Verfolger Bergkamen mit einer happigen 27:33-Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht HSG Vest stolperte, bleiben die Schalke dennoch an der Spitze der Verbandsliga.

 

In Ferndorf machte sich beim Tabellenführer das Fehlen von vier verletzten Stammspielern deutlich bemerkbar. Zwar lief es in der ersten Halbzeit nicht schlecht für die Gäste und sie gingen sogar mit einer 14:12-Führung in die Pause. Doch in der ersten Phase der zweiten Halbzeit gab es einen Bruch im Spiel.

 

„Es war ähnlich wie bei unserer Niederlage in Siegen“, sagte Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder. „Wir haben es nicht geschafft, uns aufzuraffen und wieder gut zurück ins Spiel zu kommen.“

 

Start in die zweite Hälfte verschlafen

 

In Siegen hatte die Mannschaft nicht nur den Start der zweiten Hälfte verschlafen, sondern sie war regelrecht eingebrochen. „Das ist uns diesmal zum Glück nicht passiert“, so Hosenfelder.

 

Pech für die Königsblauen, dass Ferndorf einen neuen Spieler hat, der gegen Schalke sein zweites Spiel für die Gastgeber machte. Es ist Kai Ronge, der zuletzt in der Reserve des Bundesligisten VfL Gummersbach am Ball war, und der nun zurück in Ferndorf ist. Die Schalker bekamen Ronge einfach nicht in den Griff, und der Neuzugang war mit sieben Treffern am Sieg seiner Mannschaft beteiligt. „Kai Ronge hat uns ziemlich weh getan“, fand Hosenfelder.

 

Kleiner Trost für die Handballer: Am kommenden Samstag steht mit der Partie gegen den ASV Senden wieder ein Heimspiel auf dem Plan.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld; Felix Busjan 5 Max Gill 1, Nils Beyer 1, Rosen Kolev 6, Frederic Hentschel, Philipp Gemsa 5, Christopher Heming 2, Anouar Fritzenwanker 2, Mathias Bober, Marcel Mackowiak, Philipp Krabusch.

 

13.03.2017

Der FC Schalke 04 verliert deutlich beim RSVE Siegen

Rosen Kolev erzielt 11 Tore Rosen Kolev erzielt 11 Tore

WAZ

Siegen.   Die königsblauen Handballer kassieren die dritte Saisonniederlage. Beim Verbandsliga-Nachholspiel in Siegen unterliegen sie am Mittwoch 27:35.

 

Sebastian Hosenfelder hatte seine Mannschaft vor den starken Siegenern gewarnt. Vor dem Team, das in der heimischen Rundturnhalle Hubenfeld im Siegener Stadtteil Niederschelden eine Macht ist. Der Schalker Trainer sollte recht behalten. Für die Handballer des S04 wurde es am Mittwochabend nämlich bitter. Sie unterlagen dem RSVE Siegen mit 27:35 – erst die dritte Niederlage in dieser Saison.

 

Es war ein Abend zum Vergessen. Schließlich mussten die königsblauen Handballer nach der Pleite auch noch knapp 150 Kilometer zurück nach Gelsenkirchen fahren. Der einzige Trost: Weil die Schalker beide Spiele gegen den Tabellenzweiten HSC Haltern-Sythen gewonnen haben, bleiben sie trotz der schlechteren Tordifferenz bei Punktgleichheit an der Tabellenspitze. Beide Teams haben nach 18 von 26 Spieltagen nun 27:9 Punkte gesammelt.

 

Das Spiel in Siegen war lange Zeit ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Nach zehn Minuten stand es 4:4. Kurz vor der Pause konnten sich die Siegener zum ersten Mal einen Vorsprung von zwei Toren erspielen – zur Halbzeit stand es 17:15 für Siegen. Als Schlüsselszene bezeichnet Hosenfelder die Siegener Auszeit, die der gegnerische Trainer vier Minuten vor der Pause nahm. „Danach ging bei uns gar nichts mehr. Nach der Halbzeit kamen wir dann aus unerklärlichen Gründen mit hängenden Köpfen aus der Kabine.“

 

Nach dem Seitenwechsel wurden die Siegener, bei denen einige Leistungsträger nach Verletzungen wieder an Bord sind, immer stärker. Nach dem 21:20-Zwischenstand (38.) bauten sie ihren Vorsprung durch acht Treffer in Folge auf 29:20 in der 49. Minute aus – die Entscheidung. Am Ende stand schließlich ein 35:27 auf der Anzeigetafel.

 

Erfolgreichster Werfer der Siegener war Tim Kolb, der in der Winterpause vom Zweitligisten TuS Ferndorf nach Siegen wechselte. Gegen Schalke erzielte Kolb acht Treffer. Herausheben wollte Hosenfelder den neuen Mann aber nicht. „Siegen hat mannschaftlich geschlossen gespielt und verdient gewonnen. Wir waren in der Konstellation, in der wir in Siegen auf dem Parkett standen, einfach zu grün hinter den Ohren.“ Die Schalker mussten auf vier Leistungsträger verzichten.

 

Viel Zeit, um diese bittere Niederlage zu verarbeiten, bleibt den Schalkern nicht. Schon am kommenden Samstag steht das nächste Spiel in der Verbandsliga auf dem Plan. Gegner im Heimspiel in der Sporthalle am Schürenkamp ist um 19.30 Uhr der SV Westerholt. „Ein Derby, bei dem wir auf jeden Fall über die volle Spielzeit leidenschaftlich auftreten müssen, um erfolgreich zu sein“, sagt Hosenfelder.

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 3 Max Gill 2, Nils Beyer 1, Rosen Kolev 11, Frederic Hentschel 2, Philipp Gemsa 6, Mathias Bober, Anouar Fritzenwanker, Christopher Heming, Marcel Mackowiak 2.

 

Christoph Winkel und Stefan Andres, 01.03.2017

Schalke siegt und erobert die Tabellenspitze zurück

Jérôme Barth bei seinem ersten Einsatz in der Saison erzielt gleich 5 Tore Jérôme Barth bei seinem ersten Einsatz in der Saison erzielt gleich 5 Tore

WAZ

Haltern am See.  Die Schalker Handballer sind wieder Tabellenführer. Mit dem 18:17-Sieg in Haltern eroberten sie die Spitze der Verbandsliga zurück.

 

Tauchen wir ein mitten in die Handball-Glückseligkeit: Der FC Schalke 04 ist zurück an der Verbandsliga-Spitze, hat vor einer Kulisse von 700 Zuschauern den HSC Haltern-Sythen in dessen Halle entthront. Die Männer in den weißen Trikots, sofern sie diese überhaupt noch tragen, strahlen. Sie feiern ihren hochverdienten 18:17 (9:6)-Erfolg. Und Jérôme Barth sieht aus, als seien sogar ein paar Tränchen über seine Wangen gekullert.

 

Ob der großen Personalnot hatte Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder dem Routinier zum ersten Saisoneinsatz in der ersten Mannschaft verholfen. Was dann folgte, war ein beeindruckendes Dankeschön des 36-Jährigen. Und als er schweißgebadet neben seinem herausragenden Keeper Sven Erzfeld stand, stellte sich die Frage, wer von diesen beiden denn nun der Matchwinner war. „Der Jérôme“, sagte Sven Erzfeld. „Die Mannschaft“, konterte der fünfmalige Torschütze.

 

Auch Sebastian Hosenfelder entschied sich schließlich für „die Mannschaft“. Und er erzählte dann, was alle gesehen hatten. Dass die erstmals in dieser Saison fabrizierte 5:1-Abwehr ausgezeichnet funktioniert hatte. Zumal dahinter Sven Erzfeld dank seines herausragendes Stellungsspiels sein Übriges dazu beigetragen hatte, dass die Halterner Rückraum-Spieler reihenweise verzweifelt waren. „Wir haben ohne fünf gespielt. Das war aus der Not heraus geboren“, erzählte der Schalker Coach und war glücklich, dass sein Rezept gewirkt hatte. „Dadurch mussten die Halterner Außen sehr viel werfen, und sie haben nicht alles getroffen.“ Ein Schmunzeln konnte sich Sebastian Hosenfelder bei diesem Satz nicht verkneifen.

 

Ganz so einig waren sich die Schalker nach ihrem Triumph dann aber doch nicht. Plötzlich kam Frederic Hentschel angerannt, der in der 51. Minute nach einem Foul an Tim Strotmann die Rote Karte gesehen hatte. „Haltern mag das bessere Team haben, dafür haben wir den besseren Trainer“, rief der Kreisläufer. Das, was sie nämlich zuvor gelesen hatten, hatte die Schalker noch ein bisschen mehr motiviert. „Wir gewinnen, weil wir die bessere Mannschaft sind“, hatte HSC-Coach Klaus Steinkötter im Gespräch mit der Halterner Zeitung gesagt.

 

Die Antwort der Schalker Handballer war Leidenschaft pur, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr. Okay: Es darf nicht unerwähnt bleiben, dass das Angriffsspiel haperte, allerdings auch auf der anderen Seite, so dass die souveränen Oberliga-Schiedsrichter Mustafa Ayhan und Christian Vorndamme den rechten Arm fürs Anzeigen passiven Spiels häufiger heben mussten als nach Torerfolgen. Doch diese Deckungsleistung neben, vor und hinter Abwehrchef Matthias Bober, die war schon grandios.

 

„Wir haben so gespielt, wie es der Trainer verlangt hat“, berichtete Jérôme Barth, dem es dann auch vorbehalten gewesen war, mit seinem fünften Treffer den Schalter wieder auf Tabellenführung zu stellen. Er traf zum 18:16. Zwar gelang Julian Schrief mit seinem einzigen Tor noch das 17:18 für den HSC, doch der zwölfte Saisonsieg der Schalker geriet nicht mehr in Gefahr.

 

Und damit ist das Tor zur Oberliga aufgestoßen? „Glaube ich nicht“, meinte Trainer Sebastian Hosenfelder. „Ganz minimal“, sagte immerhin Sven Erzfeld. Zwei Punkte könnten die Schalker jetzt sogar noch problemlos abgeben, weil sie den direkten Vergleich nach dem 28:26 im Hinspiel gewonnen haben. „Wollen wir aber nicht“, sagte der 30-Jährige und lächelte.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 3 Max Gill, Nils Beyer 1, Rosen Kolev 3, Frederic Hentschel 3, Philipp Gemsa 3, Mathias Bober, Jérôme Barth 5, Anouar Fritzenwanker, Fin Sauerland, Leon Rembrink, Kay Kemper.

 

Andree Hagel, 19.02.2017

Schalke verliert zum zweiten Mal

Max Gill erzielt 3 Tore Max Gill erzielt 3 Tore

WAZ

Schalke. Die Schalker Verbandsliga-Handballer haben 26:35 verloren. Es ist erst die zweite Saisonniederlage, und schon wieder gegen Bergkamen.

 

Der HC TuRa Bergkamen scheint dem FC Schalke 04 überhaupt nicht zu liegen. Wir schon beim 24:29 in der Hinrunde mussten sich die königsblauen Handballer dem Team auch in der Rückrunde geschlagen geben. In eigener Halle am Schürenkamp setzte es eine deutliche 26:35-Niederlage gegen den Verbandsliga-Dritten. Es war erst die zweite Niederlage der Schalker in dieser Saison – und zum zweiten Mal war Bergkamen der Gegner.

Zwar saßen die Schalker Handballer nach Spielende enttäuscht auf der Bank, während die Gäste mit „Auswärtssieg, Auswärtssieg“-Gesängen auf dem Feld tanzten, und auch Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder war die Niederlage ins Gesicht geschrieben, aber an diesem Tag war gegen Bergkamen kein Kraut gewachsen.

„Der gegnerische Trainer hat uns gut gelesen und unsere Schwächen ausgenutzt“, sagte Sebastian Hosenfelder. Thomas Rycharski hatte schon vor dem Spitzenspiel gesagt: „Wir wollen Schalke auf jeden Fall ärgern und vielleicht die Liga wieder spannend machen.“ Das ist ihm und seiner Mannschaft auf jeden Fall gelungen.

Die Gäste erwischten schon den besseren Start. Erst in der zehnten Minute traf Philipp Gemsa für die Schalker. Da hatte Bergkamen aber schon sechs Treffer auf dem Konto.

Es wurde danach auch nicht viel besser. Bergkamens Keeper Tim Faber hatte einen Glanztag erwischt und hielt fast jeden Wurf auf sein Tor. Zudem musste Sebastian Hosenfelder schon früh reagieren und Neuzugang Nikolay Neychev vom Feld nehmen. Der Bulgare hatte sich an der rechten Hand verletzt. Zur Pause führte Bergkamen bereits mit 19:10.

In der zweiten Halbzeit reagierte Sebastian Hosenfelder und versuchte verschiedene taktische Varianten. So attackierten die Schalker die Bergkamener mit zwei vorgezogenen Verteidigern, um die zwei besten Werfer der Gäste, Pascal Terbeck und Florian Schöße, aus dem Spiel zu nehmen. Das klappte auch ganz gut. In der 43. Minute kamen die Schalker auf 16:22 heran.

Doch danach trafen Terbeck und Schöße wieder. Mit zwölf bzw. acht Treffern hatten sie am Ende einen Hauptanteil am klaren Erfolg der Bergkamener. Die Gäste hatten die Partie sicher im Griff, bauten ihre Führung sogar zwischenzeitlich auf elf Tore aus. Die Schalker konnten nur noch Ergebniskosmetik betreiben.

„Wir werden jetzt nicht alles schlecht reden. Wir haben erst das zweite Spiel verloren, und das als Aufsteiger“, sagte Sebastian Hosenfelder. „Wir werden den Kopf nicht hängen lassen und nicht alles in Frage stellen. Wir werden uns beim nächsten Spiel wieder auf unsere Stärken besinnen.“

FC Schalke 04: Erzfeld, Sinkovec, Bober, Gemsa (8), Kolev (3), Gill (3), Heming (3), Neychev, Busjan (5), Fritzenwanker, Hentschel (2), Beyer (2).

 

Stefan Andres, 12.02.2017

Schalke muss beim 31:27-Sieg noch zittern

Mathias Bober war stark in der Deckung Mathias Bober war stark in der Deckung

WAZ

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben ihre Tabellenführung in der Verbandsliga mit ihrem 31:27-Auswärtssieg beim Schlußlicht HSG Vest Recklinghausen zwar am Sonntagabend verteidigt, doch wirklich zufrieden war Trainer Sebastian Hosenfelder damit keineswegs.

"Am Anfang", so sagt er, „war noch alles in Ordnung, und wir sind gut rein gekommen ins Spiel." In der neunten Minute führten die Schalter 7:2, es sah alles nach einem normalen Verlauf bei einem Spiel „Spitzenreiter gegen den Tabellenletzten“ aus. Doch dann setzte bei den Schalkern der Schlendrian ein. Anstatt den Vorsprung auszubauen, ließen sie die Partie langsam vor sich hin dümpeln, und plötzlich war Recklinghausen bis auf zwei Tore an den Königsblauen heran.

Neuzugang Neychev mit sieben Toren

"Die Jungs sind noch mal richtig ins Schwitzen gekommen“, so Hosenfelder. Nach der Partie konnte er das locker sehen, am Spielfeldrand hatte er sich zuvor noch ordentlich darüber geärgert. „Zwei, drei Entscheidungen gegen uns, und plötzlich steht es unentschieden", begründete er seinen Ärger.

Grüße Wechselmöglichkeiten hatte er nicht. Neben vier verletzten Stammspielern saßen Nils Beyer und Freddy Hentschel grippegeschwächt auf der Bank. Sie bekamen nur kurze Einsatzzeiten, und andere mussten schließlich in die Bresche springen. Zum Beispiel der bulgarische Neuzugang Nikolaj Neychev, der mit sieben Treffern erfolgreichster Schalker Torschütze des Sonntagabends war.

FC Schalke 04: Erzfeld, Sinkovec, Bober, Gemsa (6). Kolev (6), Gill (3), Rembrink. Heming (4). Neychev (7), Busjan (3/1). Fritzenwanker (2), Sauerland, Hentschel.

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Ralf Birkhan, 06.02.2017

Schalke tritt das Gaspedal bis zum Anschlag durch und siegt

Felix Busjan erzielt 9 Tore Felix Busjan erzielt 9 Tore

WAZ


 

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben 41:26 gegen Halingen gewonnen. Der Spitzenreiter der Verbandsliga gab dabei bis zum Schluss Vollgas.

 

Am Freitag war Schalkes neuer Handballer Nikolaj Neychev noch mit ein paar Teamkollegen in der Veltins-Arena und sah sich von der Tribüne aus die Bundesliga-Partie zwischen Schalke und Frankfurt an. Einen Abend später saß er dann nicht mehr auf der Tribüne, aber zunächst noch auf der Bank. Denn beim ungefährdeten 41:26-Sieg in der Verbandsliga-Begegnung gegen Westfalia Halingen gab Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder zunächst einem Nachwuchsspieler den Vorzug. Die richtige Entscheidung, wie sich schon nach wenigen Spielminuten herausstellen sollte.

 

„Die Mannschaft hat das wirklich ganz toll gemacht. Eigentlich kann ich da gar keinen Spieler herausnehmen“, sagte Hosenfelder erst, ergänzte aber nach kurzem Überlegen: „Doch, Philipp Gemsa hat ein ganz starkes Spiel gemacht.“ Der A-Jugendliche begann anstatt des Bulgaren Nikolaj Neychev im Rückraum und lieferte hinten wie vorne eine starke Leistung ab. Am Ende standen auf dem Spielbericht sieben Treffer hinter seinem Namen. Gemsa hatte einen großen Anteil daran, dass die Schalker bereits nach knapp zehn gespielten Minuten auf souveräne vier Tore Vorsprung wegzogen. „Für die Psyche war es wichtig, dass wir am Anfang so weggezogen sind“, sagte Sebastian Hosenfelder.

 

Grund dafür war neben der konsequenten Chancenverwertung auch die zu Beginn starke Abwehrleistung der Königsblauen. Die Gäste aus Halingen kamen oft nur aus schwierigen Positionen zum Abschluss, die Verteidigung der Schalker stand sicher. Und auch die Tempogegenstöße funktionierten. Die neun Treffer von Felix Busjan resultierten neben drei verwandelten Siebenmetern nahezu ausschließlich aus Kontern. Somit konnte die Mannschaft von Sebastian Hosenfelder mit einer 20:14-Führung in die Pause gehen. „Das war eine bärenstarke erste Halbzeit“, lobte der Schalker Trainer.

 

Trotz der hohen Führung zur Halbzeitpause trat Schalke auch im zweiten Durchgang weiter auf das Gaspedal. „Wir haben nicht nachgelassen. Dazu hatte der Gegner wenig Selbstvertrauen, Halingen hat ja schon einige Spieler verloren. Da kommt dann eins zum anderen“, sagte Sebastian Hosenfelder.

 

Nach 40 Minuten nahm der Schalker Coach Philipp Gemsa dann vom Feld, der A-Jugendliche lief nach einem Angriff nicht mehr ganz rund. Für ihn kam, wie schon in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, Nikolaj Neychev aufs Parkett. Und der bulgarische Neuzugang reihte sich nahtlos in die starke Schalker Mannschaftsleistung ein, steuerte vier Treffer zum 41:26-Sieg bei. „Er hat mir auch sehr gut gefallen. Man sieht noch ein, zwei Sachen, bei denen es in der Abstimmung hapert. Aber das kann man ihm nicht anlasten, er ist ja noch ganz frisch hier“, sagte Sebastian Hosenfelder.

 

Diese kleinen Abstimmungsprobleme gilt es nun noch, abzustellen. Unter Zeitdruck steht der Bulgare dabei allerdings nicht. Denn Philipp Gemsa machte gegen Westfalia Halingen auf Neychevs Position im Rückraum ein ganz starkes Spiel.

 

Schalke: Sinkovec, Erzfeld – Bober (1), Gemsa (7), Kolev (6/2), Beyer (3), Gill (1), Mackowiak (2), Heming (4), Neychev (4), Busjan (9/3), Fritzenwanker (4), Hentschel

Tim Lievertz, 29.01.2017

Schnee! Spitzenspiel der Schalker in Siegen fällt aus

WAZ


 

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer sind sauer. Ihr Spitzenspiel am Samstag in Siegen fällt aus. Durch den Schnee auf dem Hallendach droht Einsturzgefahr.

 

Mitten in die Spielvorbereitung der Handballer vom FC Schalke 04 platzte die Nachricht, die für schlechte Stimmung sorgte: Das Auswärtsspiel des Verbandsliga-Spitzenreiters am Samstag beim Verfolger RSVE Siegen fällt aus. Der Grund klingt erstmal abenteuerlich für eine Hallensportart: Wintereinbruch.

 

Auf dem Dach der Sporthalle in Siegen liegen fast 30 Zentimeter Schnee. Die Halle soll demnächst renoviert werden, weil unter anderem das Dach marode ist. Es könnte unter der Schneelast einstürzen. Daher hat die Stadt die Halle komplett gesperrt und verrammelt. Auch der Schulsport und das Training der RSVE-Handballer mussten diese Woche ausfallen.

 

Eine Räumung des Daches ist wegen der Neigung nicht ohne große Gefahr möglich. Auf der vereisten Schneefläche droht Absturzgefahr, also wird niemand zum Räumen aufs Dach geschickt.

 

Die Siegener Handballer haben zwar eine kleine Nebenhalle, in der sie trainieren können, doch das Spiel wollen sie dort am Samstag nicht ausrichten, weil nur zwischen 100 und 150 Zuschauer in die Halle passen. Der Andrang für das Spitzenspiel ist allerdings wesentlich größer. Alle anderen Hallen der Stadt Siegen sind am Wochenende belegt, damit wird es keinen Verbandsliga-Handball geben.

 

Die Schalker finden die Absage überhaupt nicht gut. „Das passt uns gar nicht“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder. Dafür hat er zwei Gründe: Zum einen war der Spielrhythmus für sein Team bis zum Ende der Saison bisher optimal. Nach der Winterpause hätte die Mannschaft an sechs Wochenenden in Folge gespielt, hätte dann am spielfreien Karnevalswochenende Kraft schöpfen können, und hätte dann im Kampf um den Aufstieg noch einmal fünf Spieltage im Wochen-Rhythmus gehabt. Der Nachholtermin wird diesen Rhythmus nun zerstören.

 

Zum anderen gibt es Ärger um eben diesen neuen Termin. Das einzige spielfreie Wochenende der Verbandsliga in den nächsten drei Monaten ist das Karnevalswochenende. Doch an diesem freien Wochenende haben einige Schalker Spieler einen Kurztrip gebucht. „Ich habe nicht alle Leute zur Verfügung, daher wollen wir eigentlich nicht über Karneval nach Siegen fahren“, sagt Hosenfelder.

 

Bleibt entweder eins der drei Wochenenden in den Osterferien, in denen der Spielbetrieb ruht, oder ein Spiel unter der Woche. Aber auch das wird schwierig. Da die Schalker Handballer alle wochentags arbeiten oder studieren, wird die Terminsuche äußerst problematisch. Beide Vereine haben natürlich längst Kontakt miteinander aufgenommen, doch einen neuen Termin haben sie bislang nicht gefunden.

 

In dem ganzen Ärger gibt es aber auch eine gute Nachricht für die Schalker Spieler: Trainer Hosenfelder lässt sie am Samstag nicht zum Training antreten, sondern hat allen ein freies Wochenende genehmigt.


 

Ralf Birkhan, 19.01.2017

Die Siegesserie der Schalker hält auch im neuen Jahr

Chris Heming erzielt 5 Tore Chris Heming erzielt 5 Tore

WAZ


Gelsenkirchen.  Die Schalker Handballer haben mit 33:29 gegen Bommern gewonnen. Damit setzen sie ihre Siegesserie fort und bleiben an der Verbandsliga-Spitze.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 machen im neuen Jahr da weiter, wo sie 2016 aufgehört haben: Mit einem Sieg. Der Tabellenführer der Verbandsliga besiegte den TuS Bommern mit 33:29 und baute seine Siegesserie auf nun fünf Erfolge in Folge aus.

 

Im Kader der Königsblauen stand erstmals auch Neuzugang Nikolay Neychev. Und der Bulgare zeigte sogleich sein Potenzial, wenn auch nur kurz. Zwei Minuten vor der Halbzeitpause aufs Feld gekommen, versenkte er gleich seinen ersten Abschluss im Tor. Mehr Spielzeit bekam der 22-Jährige gegen Bommern aber nicht. „Wir leben davon, dass wir so eingespielt sind. Und das kann er jetzt natürlich noch nicht sein, das geht einfach nicht so schnell“, erklärte Trainer Sebastian Hosenfelder.

 

Aus dem gleichen Grund habe er „auch generell wenig gewechselt. Ich habe es riskiert, dass wir dann gegen Ende der Partie ein paar weniger Körner haben werden, es dann aber trotzdem reichen wird.“ Es hat gereicht. Auch wenn es zwischendurch mal etwas knapper wurde. Zwar hatten die Königsblauen ständig die Führung in der eigenen Hand, allerdings drohte das Spiel manchmal zu kippen.

 

„Es war der erwartet schwere Auftakt“, erklärte Sebastian Hosenfelder und wiederholte den Satz, den er schon die ganze Saison über predigt: „In dieser Liga kann eben jeder jeden schlagen. Auch wenn wir hier als Spitzenreiter zuhause den Tabellensiebten empfangen – so leicht, wie sich das auch anhören mag, ist es leider nicht.“

 

Leicht war es aber natürlich auch für die Gäste aus Bommern keineswegs. Nachdem das Spiel 20 Minuten lang eng blieb, war es Christopher Heming, der eine starke Schalker Phase einläutete, in der die Königsblauen auch erstmals etwas davonziehen konnten. Heming warf zunächst einen Fehlpass, fing den Konter des TuS aber ebenfalls ab und traf zum wichtigen 12:10.

 

Diese Aktion schien den Hausherren Auftrieb zu geben, bis zur Pause konnte Schalke die Führung auf 18:14 ausbauen. „Solange wir die Dinge wirklich auf den Punkt spielen, sind sie gut“, sagte Sebastian Hosenfelder, bemerkte allerdings auch: „Wenn wir aber davon abweichen, kommt der Gegner wieder ran.“

 

So war es auch zu Beginn der zweiten Halbzeit. Schalke war vor dem Tor zu wenig konsequent, und so konnte Bommern den Rückstand zwischenzeitlich auf ein Tor verkürzen. „Da haben wir unsere Angriffe unkonzentriert ausgespielt“, erkannte der Schalker Trainer und ergänzte: „Dazu kamen dann zwei Zeitstrafen gegen uns, die auch berechtigt waren. Da waren wir dann vier Minuten in Unterzahl, dann kommt so etwas eben zustande.“ Aber Schalke ließ sich davon nicht beirren. Die Königsblauen rissen das Spiel an sich, bauten die Führung wieder aus und behielten die zwei Punkte in der Halle.

 

Der Aufstieg ist noch kein Thema

 

„Insgesamt bin ich glücklich über den Auftritt meiner Mannschaft“, sagte Hosenfelder, der zum Schluss dann doch noch einige Male wechselte und für zwei Spieler, die von der Bank kamen noch ein Sonderlob übrig hatte. „Philipp Gemsa und Maximilian Gill, zwei Nachwuchsspieler, kamen nachher rein und haben noch einmal gute Akzente gesetzt.“

 

Vom Aufstieg will der Schalker Trainer trotz des erneuten Erfolgs nicht reden: „Das ist ja alles schön und toll, aber die Favoriten sind auch noch im Rennen. Wir müssen wirklich von Spiel zu Spiel denken.“ Und damit sind Hosenfelder und sein Team bisher ja auch gut gefahren.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Felix Busjan 9, Daniel Linke, Christopher Heming 5, Marijo Samija 3, Max Gill 3, Nils Beyer 3, Rosen Kolev 3, Frederic Hentschel 3, Philipp Gemsa 3, Mathias Bober, Anouar Fritzenwanker, Nikolay Neychev 1. 

 

Tim Lievertz, 15.01.2017

Neuer Bulgare verpflichtet

Rosen Kolev stellte den Kontakt zum neuen Bulgaren her Rosen Kolev stellte den Kontakt zum neuen Bulgaren her

WAZ


Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben den Bulgaren Nikolay Neychev verpflichtet. Der 22-Jährige ist erstmals am Samstag gegen Bommern dabei.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 haben die kurze Weihnachtspause genutzt und einen neuen Spieler verpflichtet. Der Bulgare Nikolay Neychev soll den Rückraum des Verbandsliga-Spitzenreiters verstärken. Und: Der 22-Jährige darf schon an diesem Samstag beim Heimspiel der Schalker gegen den TuS Bommern (19.30 Uhr, Schürenkamp) mitmischen.

 

Die jüngsten Trainingseinheiten hat Neychev bereits mit der Mannschaft absolviert. Er hat zuletzt in der dritten französischen Liga gespielt, doch sein dortiger Verein musste Konkurs anmelden. Damit war der Rückraumspieler sofort frei für einen neuen Klub. Über seinen Landsmann Rosen Kolev, der bei den Schalkern spielt und sich dort wohlfühlt, kam der Kontakt zustande. Nach einem Probetraining ging dann alles ziemlich schnell.

 

Trainer Sebastian Hosenfelder hält allerdings den Ball flach und möchte keine Euphorie rund um den Spitzenreiter schüren. „Nikolay Neychev ist nicht derjenige, der uns im Alleingang in die Oberliga bringen wird“, sagt der Coach. „Er ist im Rückraum eine gute Ergänzung und spielt ungefähr auf dem Niveau unserer Mannschaft.“

Linke und Samija sind fraglich

Eigentlich hatten die Schalker in der Winterpause zur Verstärkung einen Linkshänder für den Rückraum gesucht. Nun haben sie einen Rechtshänder bekommen. Trotzdem ist Hosenfelder sehr zufrieden, denn nun kann er die Lücke, die nach der Knieverletzung und er Knie-Operation von Jens Rosenbaum im Rückraum entstanden ist, besser als bisher füllen.

 

Trotz des Neuzugangs haben die Handballer Sorgen vor dem ersten Spiel nach der Pause, denn mit Daniel Linke und Marijo Samija ist der Einsatz zweier Stammspieler fraglich. Linksaußen Linke plagt sich schon seit längerer Zeit mit Schulterbeschwerden herum, die einfach nicht verschwinden wollen. Samija, einer der harten Knochen aus dem starken Defensiv-Verbund, hat Rückenschmerzen und ist in Behandlung beim Schalker Physiotherapeuten Holger Just.

Respekt vor dem Gegner Bommern

TuS Bommern ist Siebter der Verbandsliga, doch Hosenfelder hat Respekt vor der Mannschaft. „An einem guten Tag können die jeden schlagen“, sagt er über die Mischung aus einigen Routiniers und vielen jungen Talenten. „Alles andere als ein Selbstläufer“, glaubt der Coach. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, das wir aber natürlich in eigener Halle unbedingt gewinnen wollen.“

 

Ralf Birkhan, 13.01.2017

Als Tabellenführer ins neue Jahr

Marijo Samija erzielte 2 Tore gegen seine Ex-Mannschaft Marijo Samija erzielte 2 Tore gegen seine Ex-Mannschaft

WAZ

Ein rundum gelungener Abend für S04

 

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer haben auch das letzte Spiel des Jahres gewonnen, beim SV Teutonia Riemke gewann das Team von Trainer Sebastian Hosenfelder mit 30:23. Damit beenden die Schalker das Jahr saisonübergreifend mit nur einer einzigen Niederlage. In der Verbandsliga stehen die Schalker zur Weihnachtspause auf Tabellenplatz eins. „Das ist schon grandios. Jetzt freuen wir uns aber auf die Pause“, sagt Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder.

 

In Riemke bestimmten die Schalker das Spiel zu Beginn und führten schon mit sechs Toren. Nach einer Auszeit der Bochumer kamen die Gastgeber dann aber immer besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand bis auf ein Tor. „Einige Spieler sind ihrer Normalform in dieser Phase hinterhergelaufen“, sagt Hosenfelder.

 

Im zweiten Durchgang hatten die Schalker die Partie aber wieder im Griff und feierten letztendlich einen völlig ungefährdeten Sieg. „Riemke hat in einem Heimspiel in dieser Saison noch nicht so wenig Tore geworfen und noch nicht so hoch verloren. Von daher bin ich zufrieden“, sagte Hosenfelder. Im Anschluss der Partie nahmen die Schalker an der Weihnachtsfeier der Bochumer teil. Beide Mannschaften verbindet seit Jahren eine Freundschaft. Ein rundum gelungener Abend“, sagte Hosenfelder.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Philipp Busjan; Felix Busjan 7, Daniel Linke 2, Christopher Heming 7, Marijo Samija 2, Max Gill, Nils Beyer 2, Rosen Kolev 6, Frederic Hentschel 1, Philipp Gemsa 2, Mathias Bober 1, Anouar Fritzenwanker.

 

19.12.2016

Tabellenführung behauptet

Auch Torhüter Sven Erzfeld erzielte ein Tor Auch Torhüter Sven Erzfeld erzielte ein Tor

WAZ

Schalkes Handballer behaupten die Tabellenführung

 

Schalke.  Nach der Pause steigert sich das Team von Sebastian Hosenfelder und besiegt SuS Oberaden in der Verbandsliga noch ungefährdet mit 37:28

 

Sebastian Hosenfelder, Trainer der Verbandsliga-Handballer des FC Schalke 04, hatte es vor dem letzten Heimspiel des Jahres geahnt: Das Duell des Spitzenreiters mit dem Tabellenelften wird nicht leicht. Vor allem in der ersten Halbzeit sollte Hosenfelder Recht behalten, nach der Pause zog Schalke dann aber auf einen 37:28-Sieg davon.

 

„Es war das erwartete Kampfspiel“, sagte der Trainer der Königsblauen. Dass sein Team zur Halbzeit trotzdem mit 15:14 führte, bezeichnete Hosenfelder als „durchaus glücklich.“ Denn: „Die erste Halbzeit war gefühlt unsere schlechteste in der ganzen Saison“, sagte der Schalker Trainer.

Den Gegner nicht unterschätzt

 

Das verwunderte ihn ein wenig, denn Oberaden trat ersatzgeschwächt an. Das machte sich aber erst im zweiten Durchgang bemerkbar. „Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Probleme als erhofft“, sagte Hosenfelder. An der Einstellung seiner Spieler lag das jedenfalls nicht, betonte Schalkes Trainer: „Nein, auf keinen Fall. Die Jungs haben sich ganz normal warm gemacht, waren heiß auf das Spiel.“

 

Trotzdem gibt es manchmal eben Spiele, in denen nicht viel zusammen läuft. Solch ein Spiel erwischte Schalke in der ersten Halbzeit. Die Königsblauen liefen beinahe ständig einem Rückstand hinterher, die erste Führung war dann beim Stand von 15:14 gleichzeitig auch der Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit war wirklich gut

 

In der Halbzeitpause versuchte Sebastian Hosenfelder, seine Mannschaft zu beruhigen. „Das sind wir nicht gewohnt, ein solches Spiel zu machen. Wir sind sonst sehr ballsicher, haben in der ersten Halbzeit aber sehr viele Fehlpässe gespielt“, sagte Hosenfelder, dessen Kabinenansprache Wirkung zeigte: Im zweiten Durchgang steigerte sich Schalke, „die zweite Halbzeit war wirklich gut“, betonte auch Sebastian Hosenfelder.

 

Nach dem Seitenwechsel spielte den Schalkern dann auch in die Karten, was sich in der ersten Halbzeit noch nicht gezeigt hatte. Die Gäste waren eben ersatzgeschwächt nach Gelsenkirchen gereist, „sie sind in der zweiten Halbzeit dann ein bisschen eingebrochen. Da hat sich gezeigt, dass wir die breitere Bank hatten“, sagte Schalkes Trainer. Sein Team verdiente sich nun die Führung, die sie bis zum Schluss kontinuierlich auf 37:28 ausbaute.

 

In der Pause hatte Sebastian Hosenfelder seinem Team gesagt: „Wenn wir in die Spur kommen, wird es zum Sieg reichen.“ Wieder hatte er Recht behalten.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld 1, Philipp Busjan; Felix Busjan 8, Daniel Linke 1, Christopher Heming 11, Marijo Samija 1, Max Gill, Nils Beyer 1, Rosen Kolev 8, Frederic Hentschel, Philipp Gemsa 6, Mathias Bober, Anouar Fritzenwanker.

 

Tim Lievertz, 11.12.2016

Sieg gegen HSV Plettenberg/Werdohl

Marijo Samija beim Torwurf Marijo Samija beim Torwurf

WAZ


Königsblaue wieder an der Tabellenspitze

 

Werdohl. Die Handballer des FC Schalke 04 haben in der Verbandsliga nach dem zehnten Spieltag wieder die Tabellenspitze erklommen. Sie gewannen bei der HSV Plettenberg/Werdohl mit 33:21 (18:16) und sind nun Erster, punktgleich mit dem HSC Haltern-Sythen, den die Königsblauen am fünften Spieltag mit 28:26 besiegt hatten.

 

Das Spiel in Werdohl lief für die Schalker wie gemalt. Der Gegner suchte die frühen Abschlüsse, fand aber in Schalkes überragendem Schlussmann Sven Erzfeld seinen Meister. Dadurch kamen die Schalker natürlich auch zu schnellen Toren über zahlreiche Tempogegenstöße. Nicht nur durch diese wurde Felix Busjan mit 15 Treffern, davon vier Siebenmeter, zum besten Schalker Torschützen.

 

Spätestens, nachdem sich die Königsblauen vom 5:5 in der elften Minute auf 10:6 in der 19. Minute abgesetzt hatten, war eine kleine Vorentscheidung bereits gefallen. Zur Halbzeit lagen die Schalker schon mit acht Toren in Front. Zwar kam die HSV noch mal auf 17:23 heran, doch danach kamen die Schalker wieder zu einfachen Toren über die erste Welle.

 

Sebastian Hosenfelder war mehr als zufrieden und hatte noch ein Sonderlob für einen Spieler übrig. „Philipp Gemsa hat auf halbrechts 45 Minuten eine sehr gute Leistung gebracht. Er hat unser Vertrauen zurückgezahlt. Das wird ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben“, sagte der Schalker Trainer.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Philipp Busjan; Felix Busjan 15, Daniel Linke, Christopher Heming 6, Marijo Samija 2, Max Gill, Nils Beyer 3, Rosen Kolev 5, Frederic Hentschel, Philipp Gemsa 2, Mathias Bober, Anouar Fritzenwanker.

 

Stefan Andres, 03.12.2016

Heimsieg gegen TuS Hattingen

Mathias Bober erzielt ein Tor Mathias Bober erzielt ein Tor

WAZ


Schalke kämpft sich durch bis zum Heimsieg

 

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben eine neue Qualität entdeckt: Sie können nach einer schwachen ersten Halbzeit in der zweiten Hälfte aufdrehen und ein Spiel doch noch nach Hause bringen. So wie beim 33:28 (16:19)-Heimsieg in der Verbandsliga gegen den TuS Hattingen.

 

In der ersten Hälfte ging bei den Gastgebern kaum etwas. Die Mannschaft lag mit 0:4 und 1:5 zurück. Trainer Sebastian Hosenfelder fragte sich: „Warum trainieren wir überhaupt die ganze Woche, wenn wir sowieso nichts davon umsetzen?“

 

Torhüter Sven Erzfeld leistete sich Unsicherheiten, die Abwehr wackelte und rumpelte, und im Angriff lief wenig zusammen. So gingen die Schalker mit einem 16:19-Rückstand zur Pause in die Kabine.

Bärenstarke zehn Minuten

 

Klar war allen: Wenn es so weiter geht, gibt es eine Heimniederlage. Und daher kam eine verwandelte Schalker Mannschaft aus der Kabine zurück. Torhüter Sven Erzfeld hatte bärenstarke zehn Minuten und fischte immer wieder in engen Situationen die Würfe der Hattinger weg. Die Abwehr stand plötzlich, und im Angriff liefen die einstudierten Spielzüge.

 

„In dieser Phase des Spiels haben wir gezeigt, dass wir auf dem Niveau der Verbandsliga angekommen sind und gut mithalten können“, zeigte sich Hosenfelder mit der Leistung der Mannschaft nach dem 33:28-Erfolg wieder zufrieden. Sein Ziel bis zur Weihnachtspause: „Wir haben noch drei Spiele in diesem Jahr, wenn wir davon zwei gewinnen, dann sind wir als Aufsteiger mehr als im Soll.“

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Rosen Kolev 6, Felix Busjan 8, Christopher Heming 6, Frederic Hentschel 2, Marijo Samija 2, Mathias Bober 1, Maximilian Gill 2, Nils Beyer 3, Daniel Linke 1, Philipp Gemsa 2, Anouar Fritzenwanker.

Ralf Birkhan, 28.11.2016

Max Gill beim Torwurf Max Gill beim Torwurf

In Senden 22:22

WAZ


Schalke fehlen 15 Sekunden zum Sieg

 

Senden.   Die Handballer des FC Schalke 04 mussten im Verbandsliga-Spiel beim ASV Senden 15 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 22:22-Endstand hinnehmen. Die Schiedsrichter hatten einen umstrittenen Siebenmeter verhängt.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 hatten am Sonntagabend den Sieg beim ASV Senden, der als Aufstiegsfavorit in die Verbandsliga-Saison gestartet ist, in der Hand. Doch in der hektischen Schlussphase gab es umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen, die Schalker blieben nach einer starken kämpferischen Leistung nicht cool genug, und so endete die Partie mit einem 22:22 (12:12)-Unentschieden.

 

„Vor der Saison wären wir mit diesem Ergebnis wohl zufrieden gewesen“, meinte Trainer Sebastian Hosenfelder nach der Partie. „So kurz nach dem Spiel fühlt sich das Unentschieden aber an wie ein verschenkter Sieg.“

 

Denn: Die Schalker hatten sich nach einem frühen Rückstand in die Partie gekämpft, obwohl im Rückraum der am Knie verletzte Jens Rosenbaum fehlte. Doch dann kam der nächste Nackenschlag: Rosen Kolev, ebenfalls für Tore aus der zweiten Reihe zuständig, sah in der 20. Minute die Rote Karte und musste vom Feld. Nachdem er mehrfach festgehalten worden war, hatte er sich diesmal losgerissen. Die Schiedsrichter werteten diese Aktion als Schlagen, und bei dieser Interpretation gibt es nur eine Entscheidung: Rot.

 

Nach dem 12:12 zur Pause führten die Schalker in der zweiten Hälfte dann durchgehend, mal mit einem Tor, mal mit zwei Toren, manchmal sogar mit drei Toren. Weiter konnten sie aber nicht davon ziehen.

 

Im Rückraum teilten sich Max Gill und Philipp Gemsa in der zweiten Hälfte die Position von Jens Rosenbaum. Eine taktische Variante, die aufging, bis es in der Schlussphase hektisch wurde. Torwart Fabian Sinkovec war auf der Bank nicht mit den Schiedsrichter-Entscheidungen einverstanden. Er meckerte und kassierte eine zwei Minuten-Strafe.

 

15 Sekunden vor Schluss - Schalke führte 22:21 - legte Max Gill den Ball nach einem Pfiff auf den Boden, der Ball blieb aber nicht liegen, sondern rollte weg. Die Schiedsrichter empfanden dies als Spielverzögerung: In den letzten 30 Spielsekunden kann man dafür Siebenmeter geben. Das machten sie, und prompt gelang Senden der Ausgleich zum 22:22-Endstand.

 

„Das ärgert uns schon“, so Trainer Hosenfelder. Aber in dieser Woche gibt es einen Ausgleich: Die Mannschaft fährt am Donnerstag zu den Rhein Neckar Löwen nach Frankfurt und schaut sich das Champions League-Spiel gegen Skopje an. Mal ein Handball-Abend ohne Ärger...

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 3, Felix Busjan 5, Christopher Heming 8, Frederic Hentschel 4, Marijo Samija 1, Mathias Bober, Maximilian Gill, Nils Beyer 1, Daniel Linke.

Remis gegen Ferndorf 2

Rosen Kolev erzielt 11 Tore Rosen Kolev erzielt 11 Tore

WAZ

Schalke gibt den Sieg aus der Hand

 

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 hatten den Sieg in der Hand, doch bei der letzten Aktion gegen Ferndorf verwirft Felix Busjan einen Siebenmeter. So bleibt es für den Verbandsligisten beim 32:32-Unentschieden.

 

Am Ende lagen die Nerven blank. Eigentlich hatten die Handballer des FC Schalke 04 ihr Heimspiel in der Verbandsliga gegen den TuS Ferndorf II mit einem Tor, das genau mit der Schluss-Sirene fiel, gewonnen. Dann blieb es aber doch beim 32:32-Endstand. Wie das alles kam? So:

 

Nach umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen hatten die Schalker beim Stand von 32:32 sieben Sekunden vor Schluss den Ball. Schneller Angriff, Kreisläufer Freddy Hentschel wirft, und mit der Schluss-Sirene rauscht der Ball ins Netz. Gewonnen! Dachten die Schalker, aber das war falsch. Die beiden Schiedsrichter gaben das Tor nicht. Einer entschied auf Schrittfehler, der andere hatte Hentschel im Kreis stehen sehen.

 

Die Entscheidung hätte demnach also lauten müssen: Kein Tor, das Spiel endet 32:32. Aber die Unparteiischen verblüfften weiter: Sie hatten vor den angeblichen Vergehen des Kreisläufers ein Foul an ihm gesehen. Die Folge dafür: Siebenmeter für Schalke.

 

Damit hatte Felix Busjan, der normalerweise so sichere Siebenmeterschütze der Schalker, den Sieg in der Hand. Doch Busjan scheiterte, und statt der Schalker jubelten plötzlich doch wieder die Gäste aus Ferndorf über einen Punktgewinn beim Spitzenreiter.

 

Kein Spiel für schwache Nerven, denn die Schalker waren nach dem Siebenmeter wütend, weil das eigentlich reguläre Siegtor nicht gegeben wurde. Nur Trainer Sebastian Hosenfelder wird immer ruhiger, wenn es immer lauter und hektischer um ihn herum wird. Er schüttelte auch den Kopf, meinte aber: „Wir hätten den Sieg vorher klar machen können. Wenn wir das geschafft hätten, wären wir erst gar nicht in diese Situation gekommen.“

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 11, Jens Rosenbaum 3, Felix Busjan 7, Christopher Heming 2, Frederic Hentschel 6, Marijo Samija 1, Mathias Bober, Maximilian Gill, Nils Beyer 2, Anouar Fritzenwanker, Marcel Mackowiak.


06.11.2016

Sieg in Westerholt

Sven Erzfeld hält super und leitet viele Konter ein. Sven Erzfeld hält super und leitet viele Konter ein.

WAZ

 

Die Handballer des FC Schalke 04 konnten am Samstagabend nicht das Fußballderby gegen Borussia Dortmund im Fernsehen sehen. Sie mussten selber in der Verbandsliga beim SV Westerholt ran. Eine eigentlich geplante Spielverlegung hatte dann doch nicht funktioniert, obwohl in beiden Teams jede Menge Schalker Fußballfans unterwegs sind. Am Ende war es den königsblauen Handballer aber fast egal, dass sie das Bundesliga-Derby verpasst hatten, denn sie siegten 35:30 (16:11) und sind nun Spitzenreiter.

 

Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder hält aber den Ball flach: „Wir backen mal schön kleine Brötchen“, meint er. „Noch liegen 20 Spieltage vor uns, und da kann jede Menge passieren.“ Allerdings: Als Aufsteiger plötzlich ganz oben mitzumischen, macht natürlich Spaß.

 

Neben dem Duell mit dem Nachbarn SV Westerholt gab es ein weiteres Treffen von zwei guten alten Bekannten: Frederic Hentschel ist Kreisläufer bei den Schalkern, sein Bruder Fabian wohnt zwar auch in Gelsenkirchen, spielt aber seit Jahren für Westerholt.

 

Frederic erzielte drei Tore, Fabian erzielte auch drei Tore, doch Hosenfelder hatte ein Sonderlob für „seinen“ Hentschel auf Lager: „Was Frederic momentan für uns leistet, ist sensationell.“ Der Grund: Der vom OSC Dortmund geholte Kreisläufer Anour Fritzenwanker, der erst nach Saisonbeginn kam, muss sich erst noch ins System des Aufsteigers einfinden.

 

Also ist Frederic Hentschel fast pausenlos im Einsatz, und dafür gibt es eine einfache Erklärung. Die Schalker wollen als Aufsteiger bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich holen, damit sie frühzeitig den Klassenerhalt sicher haben. Für dieses Ziel setzt Hosenfelder zunächst auf seine erfahrene Aufsteiger-Truppe. Er weiß, „dass im Training die jüngeren Spieler schon mal diskutieren und mehr Einsatzzeiten fordern.“ Aber solange Schalke oben dabei ist, wird sich nichts ändern. Wenn es allerdings im Winter so sein sollte, dass nach oben und nach unten nichts mehr geht, dann wird der Coach verstärkt auf die jüngeren Spieler bauen und ihnen damit Erfahrung für die nächste Saison vermitteln.

 

Denn klar ist: Die Schalker Handballer wollen noch eine Liga höher, aber nicht mit Gewalt und nicht unbedingt per Durchmarsch.

 

Auch wenn das in Westerholt erst anders aussah, denn die Gäste führten in der 35. Minute bereits mit 22:15. Danach verloren sie ein wenig die Konzentration, doch am Ende reichte es zum klaren Sieg. Fünf Sekunden vor Schluss ging sogar Torwart Sven Erzfeld mit nach vorne und traf zum 35:30-Endstand. Nicht nur Fußball-Derbys können Spaß machen...

 

Ralf Birkhan, 30.10.2016

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 6, Jens Rosenbaum 4, Felix Busjan 10, Christopher Heming 3, Frederic Hentschel 3, Marijo Samija 1, Mathias Bober, Maximilian Gill 2, Philipp Gemsa, Nils Beyer 5, Anouar Fritzenwanker, Daniel Linke.

Schalkes mischt weiter in Spitzengruppe mit

Marijo Samija erzielte 4 Tore Marijo Samija erzielte 4 Tore

WAZ


Schalke. Die Verbandsliga-Handballer des FC Schalke 04 sind gut aus der Herbstpause herausgekommen. Das Team von Trainer Sebastian Hosenfelder setzte sich am Samstag im heimischen Schürenkamp gegen den zuvor noch ungeschlagenen HSC Haltern-Sythen mit 28:26 durch und mischt nun selbst wieder in der Spitzengruppe mit. Mit den Königsblauen stehen nun fünf Teams mit 7:3 Punkten ganz oben.

Nach einem ausgeglichenen Start und einem 3:3-Zwischenstand nach sechs Minuten drehten die Schalker erstmals auf und zogen auf 8:3 davon. „Da haben wir auch sehr diszipliniert gespielt“, sagte Sebastian Hosenfelder, der von seinem Team in der ersten Halbzeit eine „richtig gute Leistung“ sah und einen überragenden Jens Rosenbaum. Zwar kam Haltern auf 8:10 heran (22.), doch die Schalker setzten gleich wieder nach und bauten die Führung wieder auf fünf Tore aus (25.). Auch zur Halbzeit blieb es beim 16:11 bei diesem guten Vorsprung.

Schalke erwischte auch nach der Pause den besseren Start und baute den Vorsprung sogar noch auf 19:12 aus (40.). Hosenfelder: „Wir haben die Gegner gezwungen, offensiv zu decken. Aber auch das klappte bei ihnen nicht. So gingen sie später wieder zur alten Formation über.“ Zwischendurch mussten die Halterner zudem eine Rote Karte gegen David Spiekermann verkraften (36.).

Die Schalker hatten ihren Gegner im Griff, auch wenn Haltern noch mal auf 25:27 (60.) herankam. Doch Felix Busjan machte zehn Sekunden vor dem Ende mit seinem achten Treffer zum 28:25 alles klar. Auch wenn Busjan, Rosen Kolev und Mario Samija sehr guten Leistungen ablieferten, sagt Sebastian Hosenfelder: „Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit.“

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 4, Jens Rosenbaum 6, Felix Busjan 8, Christopher Heming 2, Frederic Hentschel 2, Marijo Samija 4, Mathias Bober, Maximilian Gill, Philipp Gemsa, Nils Beyer 2, Anouar Fritzenwanker, Daniel Linke.

 

Stefan Andres, 24.10.2016

Pokal-Aus in Bergkamen

Trainer Hosenfelder setzt andere Prioritäten Trainer Hosenfelder setzt andere Prioritäten

WAZ


Bergkamen. Die Handballer des FC Schalke 04 sind in der Vorrunde des Westfalenpokals gescheitert. Der Verbandsligist flog beim Dreier-Turnier bei TuRa Bergkamen aus dem Wettbewerb.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 hätten eigentlich in den Herbstferien zwei Wochen frei gehabt, denn die Verbandsliga pausiert während dieser Zeit. Doch: Die Vorrunde im Westfalenpokal machte den Schalkern einen Strich durch das erste freie Ferienwochenende. In einem Dreier-Turnier mussten die Aufsteiger beim Ligarivalen TuRa Bergkamen antreten, drittes Team im Boot war der TV Brechten. Nach dem Modus jeder gegen jeden kam der Sieger weiter ins Final-Four-Turnier im November, doch um die Einzelheiten müssen sich die Königsblauen dabei nicht mehr kümmern. Nach zwei Niederlagen flogen sie aus dem Wettbewerb.

 

Trainer Sebastian Hosenfelder gab seinen Spielern, die in den vergangenen Wochen arg strapaziert wurden, eine Atempause. Er verzichtete in Bergkamen zum Beispiel auf Kreisläufer Freddy Hentschel, der am Anfang der Saison fast jedes Verbandsliga-Spiel komplett durchspielen musste. Mittlerweile ist Ersatz gekommen: Anour Fritzenwanker, wechselte vom OSC Dortmund nach Gelsenkirchen und spielte im Pokal auf der Hentschel-Position.

 

Aber nicht nur auf der Kreisläufer-Position verzichtete Hosenfelder auf Stammkräfte. So fehlten auch Torwart Sven Erzfeld, Rechtsaußen Felix Busjan und Christopher Heming, der mit seiner Schnelligkeit immer ein Mann für die Tempo-Gegenstöße der Schalker Handballer ist.

 

Dennoch wollte Hosenfelder mit seiner Aufstellung den Pokal nicht einfach abschenken, sondern er wollte Spielern, die auf dem Sprung in die „Erste“ stehen, eine Chance unter Wettkampfbedingungen geben. „Wann soll ich das tun, wenn nicht jetzt“, fragt er . Eine rhetorische Frage.

 

So rutschte A-Jugend-Torwart Berkant Kayaalti als zweiter Keeper neben dem Routinier Fabian Sinkovec ins Team. Auch Philipp Krabusch bekam seine Einsatzzeiten und erzielte dabei sogar in beiden Spielen einen Treffer.

 

Da das Turnier an einem Tag über die Bühne gehen sollte, wurde die Spielzeit auf jeweils zweimal zwanzig Minuten verkürzt. Gegen den TV Brechten sahen die Schalker dabei lange gut aus. Bis zur 35. Minute wogte das Geschen hin und her, und fünf Minuten vor dem Ende stand es 16:16-Unentschieden. Doch dann kassierten die Schalker Maximilian Gill und Philipp Gemsa kurz nacheinander jeweils eine Zeitstrafe, die Schiedsrichter pfiffen zudem zwei Siebenmeter gegen Schalke, und Brechten führte 18:16. Als dann auch noch Marcel Mackowiak für zwei Minuten vom Feld musste, war die Niederlage gegen Brechten besiegelt.

 

„Vielleicht muss die Mannschaft erst wieder lernen, mit Niederlage umzugehen“, so Hosenfelder zu den Zeitstrafen. „Verlieren ist sie ja nicht mehr gewohnt.“

 

Eine komplette Woche trainingsfrei

 

Gegen den Gastgeber TuRa Bergkamen hatten die Schalker in der Verbandsliga vor einer Woche erst ihre erste Pflichtspiel-Niederlage des Jahres einstecken müssen, und genau an dieser Stelle ging es am Samstag weiter. Schalke verlor im Pokal 17:23 gegen TuRa, die zweite Niederlage des Turniers und das Ende des Wettbewerbs.

 

„Nicht schön“, so Hosenfelder, „aber auch nicht dramatisch. Unser Hauptaugenmerk liegt als Aufsteiger auf der Verbandsliga.“

 

Nachdem das Team mittlerweile seit vier Monaten kein freies Wochenende mehr hatte, gab der Trainer für die kommende Woche komplett frei. „Damit die Jungs auch mal Zeit für andere Dinge haben“, so Hosenfelder.

 

Ralf Birkhan 09.10.2016

Schalkes erste Niederlage in diesem Jahr

Jens Rosenbaum erzielte 2 Tore Jens Rosenbaum erzielte 2 Tore

WAZ


Bergkamen. Zuletzt haben die Schalker Handballer im vergangenen Jahr beim PSV Recklinghausen ein Pflichtspiel verloren. Danach sind sie ungeschlagen zum Aufstieg in die Verbandsliga durchmarschiert und haben in der neuen Liga auch noch nicht verloren. Bis jetzt, denn beim Spitzenreiter TuRa Bergkamen gab es nun eine 24:29 (12:12)-Niederlage.

 

„Jetzt werden wir sehen, wie wir damit umgehen, denn das Gefühl einer Niederlage hatten wir lange nicht mehr“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder.

 

Ohne die privat verhinderten Felix Busjan und Nils Beyer fehlten den Schalkern zwei konterstarke Spieler, doch Hosenfelder will das als Entschuldigung nicht gelten lassen. „Wir haben andere in der Mannschaft, die das auch spielen können, aber an dem Tag hätten wir wahrscheinlich auch in Bestbesetzung verloren.“ Denn: Das Team hat nach der 7:4-Führung zu lässig agiert und eine Menge Leichtsinnsfehler eingebaut. „Dann war Bergkamen cleverer als andere Mannschaften zuvor, und schon war es passiert“, so Hosenfelder.

 

In der letzten Viertelstunde des Spiels setzte der Trainer den neuen Kreisläufer Anouar Fritzenwanker ein. Der hatte überraschend nach seinem Wechsel vom OSC Dortmund vom Verband die Freigabe bekommen. Ändern konnte er an der Niederlage aber auch nichts mehr. „Er muss erstmal im Team ankommen“, so Hosenfelder.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 6, Jens Rosenbaum 2, Christopher Heming 3, Frederic Hentschel 2, Marijo Samija, Mathias Bober, Marcel Mackowiak 2, Maximilian Gill 1, Philipp Gemsa 2, Leon Rembrink 2, Anouar Fritzenwanker.

 

Ralf Birkhan, 03.10.2016

Schalker stürmen an die Tabellenspitze

Mathias Bober beim Kreisanspiel Mathias Bober beim Kreisanspiel

WAZ


Gelsenkirchen. Der Handballer des FC Schalke 04 haben ihr Heimspiel gegen die HSG Vest Recklinghausen 35:29 (17:14) gewonnen. Damit stürmte der Aufsteiger an die Spitze der Verbandsliga.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 halten nach dem dritten Spieltag der Verbandsliga gleich zwei Rekorde: Mit 108 Toren hat kein Team mehr Treffer erzielt, mit 99 Gegentoren hat aber auch kein anderes Team mehr Treffer kassiert. Und weil das nach dem 35:29 (17:14)-Heimsieg gegen die HSG Vest Recklinghausen mit 5:1 Punkten den ersten Tabellenplatz eingebracht hat, bedeuten die Torfestivals bei den Schalkern: Die Mannschaft spielt für die Zuschauer attraktiv und hat dabei zudem den nötigen Erfolg.

 

Trainer Sebastian Hosenfelder möchte den Tabellenplatz allerdings nicht überbewerten. „Eine Momentaufnahme“, sagt er. „Aber eine wirklich sehr schöne.“

 

Gegen Recklinghausen legten die Schalker stark los und führten schnell mit 6:0. Genau in diesem Moment trat das ein, was in der Vorbereitung der Aufsteiger mehrfach zu beobachten war und was Hosenfelder immer wieder sprachlos macht. Die Konzentration lässt nach, und der Gegner kommt heran, in diesem Fall auf 10:9 nach zwanzig Minuten.

 

Danach rissen sich die Gastgeber wieder zusammen, brachten ihre Tempogegenstöße ins Ziel und setzten sich wieder ab. Nach 40 Minuten führten sie 25:17, und die Partie war entschieden.

 

16 Tore durch Felix Busjan

 

Hosenfelder nutzte diese Phase, um seinen jungen Leuten Spielpraxis zu geben. Zum Beispiel Fin Sauerland, der aus der A-Jugend gekommen ist und ein Talent für den Rückraum ist. Ihm gelang gegen Recklinghausen auch gleich ein Treffer. Die Hauptausbeute holte sich allerdings Felix Busjan. Der Rechtsaußen erzielte 16 Treffer, davon sieben Siebenmeter. Einen Fehlwurf leistete er sich vom Punkt nicht.

 

„Mit 5:1 Punkten auf dem Konto können wir jetzt entspannt das nächste Spiel angehen“, so Hosenfelder. Es ist ein Spitzenspiel, denn die Schalker treten am kommenden Samstag um 19.15 Uhr beim HC Tura Bergkamen an, dem Tabellenzweiten.

 

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Philipp Busjan; Rosen Kolev 5, Felix Busjan 16, Jens Rosenbaum 2, Christopher Heming 3, Frederic Hentschel 3, Marijo Samija 2, Mathias Bober, Marcel Mackowiak 1, Nils Beyer 1, Maximilian Gill 1, Philipp Gemsa, Fin Sauerland 1.

 

25.09.2016, Ralf Birkhan

Der neue Schalker aus Dortmund

Schürenkamphalle: Neue sportliche Heimat für Anouar Fritzenbanker Schürenkamphalle: Neue sportliche Heimat für Anouar Fritzenbanker

WAZ


Der neue Schalker aus Dortmund

Gelsenkirchen. Die Verbandsliga-Handballer des FC Schalke 04 haben einen neuen Kreisläufer geholt: Anouar Fritzenbanker (21) kommt vom Oberligisten OSC Dortmund.

„Da gab es schon den einen oder anderen Kommentar - das war aber alles lustig gemeint, da nimmt mir keiner etwas krumm“, sagt Anouar Fritzenbanker, der neue Kreisläufer bei den Verbandsliga-Handballern des FC Schalke 04. Doch warum gab es den „einen oder anderen“ Kommentar? Ganz einfach: Der neue Schalker Kreisläufer kommt ausgerechnet aus Dortmund.

Offene Münder, verdrehte Augen - das waren einige der Reaktionen, die Fritzenbanker von seinen Freunden auf seinen Wechsel bekam. Er selbst relativiert die ganze Sache aber: „Für mich ist das überhaupt nicht schlimm. Mit Fußball habe ich sowieso nicht so viel am Hut“, sagt er. Mit der Rivalität zwischen Schalke und Dortmund also auch nicht. Und generell „komme ich gebürtig auch aus Mülheim an der Ruhr und wohne erst seit anderthalb Jahren in Dortmund.“

Anouar Fritzenbanker zog beruflich bedingt dorthin. Und dort ging der Kreisläufe auch seinem Sport nach, er spielte beim OSC Dortmund. „Menschlich habe ich mich dort pudelwohl gefühlt“, sagt Fritzenbanker, schränkt aber ein: „Sportlich jedoch nicht so ganz.“

Das lag vor allem an seinem Spielstil und dem der Dortmunder Mannschaft. „Ich bin nicht der Schmalste und somit auch nicht der Schnellste“, sagt der 2,01-Meter-Riese. Das offensive 3-2-1-Deckungssystem des OSC kam ihm daher überhaupt nicht entgegen. Die Position des großen, starken Kreisläufers, wie Fritzenbanker einer ist, gab es in Dortmund nicht. „Dementsprechend selten habe ich dann eben auch meine Chance bekommen“, so der Kreisläufer.

Da kam der Kontakt zum FC Schalke 04 gerade richtig. Über Christopher Heming, mit dem er bereits in der C-Jugend bei TUSEM Essen gespielt hatte, kam die Verbindung zu Schalke und zu Trainer Sebastian Hosenfelder zustande. Fritzenbanker schaute sich in Gelsenkirchen alles an und war schnell überzeugt. „Ich bin seit zwei, drei Wochen im Training dabei. Das Deckungssystem und die Spielphilosophie vom Trainer gefallen mir. Sportlich ist es das Beste, was mir passieren konnte.“

Allerdings: Einen kleinen Wermutstropfen gibt es bei dem Wechsel. Der Transfer ging nämlich erst nach der Wechselfrist über die Bühne, daher muss Fritzenbanker nun erst ein paar Wochen gesperrt zuschauen, bevor er spielen darf. Vielleicht gar nicht so schlecht, so hat der neue Kreisläufer wenigstens genug Eingewöhnungszeit, kann gerade in der Deckung die Abläufe kennenlernen.

Aber: „Natürlich brennt man darauf, dann auch zu spielen. Ich war beim Spiel in Halingen in der Halle, da hat es dann schon ein bisschen in den Fingern gekitzelt“, erzählt er. Das Team gewann ohne ihn 35:32.

Wann er genau spielen darf steht noch nicht fest, „wahrscheinlich so Mitte, Ende Oktober“, sagt Fritzenbanker. Verein und Spieler peilen das Heimspiel am 22. Oktober gegen den HSC Haltern-Sythen an, fest steht das allerdings noch nicht.

Die späten Trainingszeiten

Bis dahin muss der Neuzugang seinen neuen Mitspielern noch zuschauen, wobei einige dieser Mitspieler für ihn gar nicht so neu sind. Neben Christopher Heming aus der C-Jugend vom TUSEM gibt es bei den Schalkern noch zwei weitere alte Bekannte, mit denen er in der Essener A-Jugend zusammenspielte. „Die waren überrascht, als ich aufgetaucht bin“, erzählt Fritzenbanker. Aber auch davon abgesehen habe er sich in seinem neuen Verein „direkt wohlgefühlt“.

Letztendlich war es das Gesamtpaket, das Fritzenbanker überzeugte. Dazu gehören auch die Trainingszeiten der Schalker. „Die sind relativ spät, das passt“, sagt der Kreisläufer, der momentan in seinem zweiten Ausbildungsjahr zum Dienstleistungskaufmann steckt.

Von daher ist es wohl am Ende auch egal, ob Anouar Fritzenbanker nun aus Dortmund kommt oder ganz woanders her.

21.09.2016, Tim Lievertz

Schalker siegen in Halingen

Christopher Heming erzielt 8 Tore Christopher Heming erzielt 8 Tore

WAZ

Schalker bleiben ungeschlagen

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben den Aufstieg in die Verbandsliga gut verkraftet: Das Team gewann sein erstes Auswärtsspiel mit 35:32 im Sauerland bei Westfalia Halingen und bleibt damit ungeschlagen.

Samstag war Trainer Sebastian Hosenfelder erst kurz vor Mitternacht wieder zu Hause, Sonntag war er schon morgens wieder mit den E-Junioren in der Halle. „Aber mit so einem Sieg im Rücken machen die Sonntage viel mehr Spaß“, sagt er. Was er meint: Die Schalker Aufsteiger in die Handball-Verbandsliga hatten am Samstagabend bei Westfalia Halingen 35:32 (18:14) gewonnen.

Eine wichtige Entscheidung fiel dabei bereits vor der Partie im Sauerland: Kapitän Matthias Bober, der nach seinem Bänderriss im Fußgelenk wochenlang pausiert hatte, signalisierte nach dem Aufwärmen: Es geht, ich kann spielen. Die erste Viertelstunde bleib er noch draußen, danach nahm er seinen zentralen Platz am Kreis in der Deckung ein.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Schalker durch ihr Tempospiel, das sie immer wieder erfolgreich abschlossen, schon einen Vier-Tore-Vorsprung heraus gespielt, den sie mit der 18:14-Führung auch mit in die Pause nahmen.

„Nach der Pause haben wir dann Emotionen zugelassen“, meinte Trainer Sebastian Hosenfelder. Bei den 250 Zuschauern auf den Rängen wurde es laut, im Sauerland hatten extra einige Besucher ihr BVB-Trikot auspackt und angezogen, und die Gastgeber auf dem Parkett ließen sich von der hitzigen Atmosphäre anstacheln.

Linke und Bober müssen raus

Die Schalker blieb zwar immer in Führung, doch Halingen war ganz dicht dran. „Auf einmal war der Gegner wach, und wir hatten ein Kampfspiel, das wir eigentlich gar nicht wollten; so Hosenfelder. Als dann auch noch Linksaußen Daniel Linke in der 46. Minute mit einer Roten Karte in die Kabine musste, und Kapitän Bober kurz vor Schluss nach seiner dritten Zeitstrafe ebenfalls nicht mehr mitspielen durfte, witterte Halingen noch einmal kurz eine Chance, doch eine Minute später war die Partie vorbei, und die Schalker bleiben nach dem 38:38-Unentschieden im Auftaktspiel gegen Siegen in der neuen Liga ungeschlagen. Grund dafür war wieder einmal die mannschaftliche Geschlossenheit des Teams, das mit Jerome Barth (Knie) und Max Gill (Bänderriss) zwei verletzte Rückraumspieler ersetzen musste. Diesmal sprang Christopher Heming in die Lücke.

Er erzielte gleich acht Tore für die Gelsenkirchener und sorgte nicht zuletzt damit für die erste Heimniederlage von Westfalia Halingen seit zweieinhalb Jahren.

„Schön, dass uns das gelungen ist“, so Hosenfelders Fazit. „Ein Grund zum Abheben ist das für uns allerdings nicht.“

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec; Rosen Kolev 5, Felix Busjan 7, Jens Rosenbaum 7, Christopher Heming 8, Frederic Hentschel 3, Marijo Samija 1, Daniel Linke 3, Mathias Bober, Philipp Gemsa, Leon Rembrink 1, Fin Sauerland.

Ralf Birkhan

Auftakt gegen RSVE Siegen gelungen: Unentschieden

WAZ


Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 sind nach ihrem Aufstieg mit einem 38:38-Unentschieden gegen den Mitfavoriten RSVE Siegen in die Verbandsliga gestartet. Das Team reißt die Zuschauer bei dem Krimi mit.

 

Freddy Hentschel saß nach dem Ende der Partie ausgepumpt auf der Bank, in der Hand eine Flasche Wasser, bloß keine Bewegung mehr: Der Kreisläufer hatte als Einziger 60 Minuten ohne Pause durchgespielt, vorne, hinten, und auch sonst überall. Eine starke Vorstellung, die sich am Ende auch ausgezahlt hat: Gegen den Aufstiegsfavoriten RSVE Siegen holten die Handballer des FC Schalke 04 in ihrem ersten Verbandsliga-Spiel nach dem Aufstieg ein 38:38 (17:20) Unentschieden.

 

Wie lange Hentschel auf diese Art und Weise in der Saison durchhält? Trainer Sebastian Hosenfelder winkt beruhigend ab: „Unser Kapitän Matthias Bober ist bald wieder an seiner Seite, und wir arbeiten daran, einen weiteren Kreisläufer unter Vertrag zu nehmen.“

 

An diesem Samstagabend machte sich Bober vor knapp 250 Zuschauer in der Halle am Schürenkamp zwar warm, aber er trug nach seinem Bänderriss im linken Fußgelenk immer noch die stützende Schiene. Weder der Trainer noch der Kapitän wollten dann ein Risiko eingehen, und so setzte sich Bober auf die Bank. Seinen Stammplatz im Abwehrzentrum neben Hentschel übernahm Marijo Samija.

 

Trotz einiger Holperer ging in der Defensive alles einigermaßen glatt über die Bühne. Hosenfelder hatte zwar den ein oder anderen Fehler entdeckt, fand aber nach dem mitreißenden, packenden Unentschieden: „Da kann ich den Jungs unter diesen Umständen nun wirklich nicht böse sein.“

 

Alles, was in der Abwehr nicht klappte, lief dafür im Angriff rund. Ohne die verletzten Jerome Barth und Max Gill übernahmen Rosen Kolev und Jens Rosenbaum im Rückraum die Verantwortung. Beide erzielten jeweils sieben Tore.

 

Dennoch hatten die Gastgeber kurz vor der Pause eine kleine Schwächephase. Gegen die routinierten und abgezockten Siegener lagen sie plötzlich mit 13:18 (26.) zurück. Als Siegen dann auch noch damit begann, die neuen Regeln auszunutzen und im Angriff den Torwart zugunsten eines siebten Feldspielers vom Feld nahm, schien die Partie gelaufen zu sein. Zumal auch noch Rechtsaußen Felix Busjan nach einem Zusammenprall mit schmerzverzerrtem Gesicht zur Bank humpelte.

 

Aber die Schalker sind stark als Team, und genau auf diese Art und Weise kehrten sie zurück. Die eingewechselten Nils Beyer, Philipp Gemsa und Christopher Heming trafen, Felix Busjan kam zurück und machte seine neun Treffer voll, die Abwehr hielt, und am Ende hätte Samija frei vor dem Tor den Siegtreffer erzielen können, er traf nur die Latte: Unentschieden!

 

Die Bilanz des Trainers: „Jetzt sind wir richtig drin in der Saison. Alle haben gezeigt, dass wir mithalten können.“ Nur eins mag Hosenfelder nicht hören: „Dieses Gerede, dass wir der Geheimfavorit sind. Alles dummes Zeug! Wir werden Fehler machen im Laufe der Saison und Federn lassen. Aber darüber reden wir dann, wenn es soweit ist.“

FC Schalke 04: Sven Erzfeld, Philipp Busjan; Rosen Kolev 7, Felix Busjan 9, Jens Rosenbaum 7, Christopher Heming 3, Frederic Hentschel 3, Marijo Samija 2, Daniel Linke 3, Nils Beyer 2, Philipp Gemsa 2, Fin Sauerland, Marcel Mackowiak.

Ralf Birkhan

Verbandsliga-Vorschau

WAZ

Verbandsliga 2016/17


Witten. Was hat sich bei den Verbandsligisten getan? Wer startet wie in die neue Saison?

Absteiger TuS Ferndorf II sowie die Landesliga-Meister FC Schalke 04 und TV Westfalia Halingen sind die drei neuen Gesichter, auf die sich die Konkurrenz in der Handball-Verbandsliga für die neue Saison einstellen muss. Aber auch bei etlichen etablierten Teams gibt es erheblich personelle und somit auch die Zielsetzung beeinflussende Veränderungen.

Klare Titelambitionen spricht niemand aus. Die meisten Experten prognostizieren ein wie im Vorjahr sehr ausgeglichenes Feld – und dürften damit durchaus richtig liegen, denn die Neulinge haben sich in ihren Landesligen souverän durchgesetzt. Vor allem der FC Schalke 04 genießt hohe Vorschusslorbeeren und wird, obwohl er ganz auf Verstärkungen verzichtet, sogar als Geheimtipp bezeichnet, während der (übrigens hauptamtliche) Trainer Sebastian Hosenfelder einen Mittelfeldplatz als Zielsetzung angibt. Für den sollte auch der TV Westfalia Halingen gut sein, denn Coach Christoph Gutzeit verfügt über einen enorm starken Rückraum, behob mit der Verpflichtung vom Arnsberger Andreas Grote die Schwachstelle am Kreis.

Da man dem TuS Ferndorf II trotz seiner gewonnenen Oberliga-Erfahrung und der zahlreichen Talente aus der A-Jugend-Bundesliga mit dem insgesamt kleinen Kader kaum die Konstanz zutrauen kann, ganz oben anzugreifen, ist mit dem ASV Senden ein anderer früherer Oberligist aufgrund seiner drei Verstärkungen vom Papier her der erste Titelanwärter, auch wenn der neue Coach Slawomir Cabon verständlicherweise ein wenig abwiegelt. Außerdem fällt der Ex-Ladberger Christian Sterz verletzungsbedingt länger aus.

Da sind die Probleme des Vorjahres-Vizemeister RSVE Siegen allerdings deutlich größer. Der Ersatz für den ausgeschiedenen Keeper Gudmundsson zieht sich wegen fehlender Freigabe hin, die Verpflichtung eines ungarischen Mittelmannes ist kurzfristig geplatzt. Außerdem sind die beiden Serben, die wieder drei Monate im Land bleiben dürfen, erst am Dienstag in Siegen eingetroffen, muss Spielertrainer Alen Sijaric zudem mehrere Wochen auf sein Rückraumass Frieder Krause verzichten, wird also schon das Auftaktmatch in Schalke zur großen Bewährungsprobe. Vielleicht kann sich ja der SuS Oberaden zu einem Herausforderer aufschwingen, denn der neue Spielertrainer Alex Katsigiannis verfügt zumindest über eine bärenstarke erste Sieben und hat gute Aussichten, den Lokalrivalen HC TuRa Bergkamen, der keinen adäquaten Ersatz für den kurzfristig nach Sundwig-Westig abgewanderten Kreisläufer Trost finden konnte, diesmal nicht nur in den direkten Duellen zu überflügeln.

Gesichertes Mittelfeld, also keinerlei Abstiegssorgen: Diese vermeintlich bescheidende Zielsetzung hat der Vorjahresvierte SV Westerholt, dessen Spielertrainer Philip Jacob zwar über einen deutlich breiteren Kader verfügt, der aber Bescheidenheit anmahnt: „Wir haben im Vorjahr über unsere Verhältnisse gespielt, der Abstand zu den anderen Teams war punktemäßig sehr knapp.“ Auch der TuS Hattingen will keine hohen Erwartungen wecken. „Auf dem Papier sind wir gut besetzt, aber es fallen auch immer wieder Akteure durch Auslandsaufenthalte aus“, erklärt Coach Frank Osterloh. Mit einem neuen Torhütergespann geht der TuS Bommern ins Rennen und strebt unter Trainer Thorsten Stephan, im zweiten Verbandsligajahr erneut einen einstelligen Platz an, ohne lange nach unten schauen zu müssen.

Gespannt sein darf man wie die HSV Plettenberg/Werdohl den Weggang ihres Hauptschützen Bardischewski verdauen wird. „Wir sind dabei, unseren Stil entsprechend umzustellen, das hat in der Vorbereitung phasenweise schon gut geklappt“, meint Trainerfuchs Friedhelm Ziel, der sich vor allem vom genesenen Rechtsaußen Traumüller Offensivimpulse erhofft. Sorgenvoll in die Zukunft schaut man beim SV Teutonia Riemke, der sich keinesfalls darauf verlassen kann, wie in den letzten Jahren in der Hinserie ein ausreichendes Punktepolster zu ergattern. Für den neuen Coach Markus Hinz wäre der Klassenverbleib ebenso ein Erfolg wir für die HSG Vest Recklinghausen, die ja letzte Saison nur um Haaresbreite den Sturz in die Landesliga vermeiden konnte und erneut einige Leistungsträger verlor. Das gilt aber im Besonderen für den HSC Haltern/Sythen, dessen neuer Coach Klaus Steinkötter auf seine dünne Rückraumbesetzung verweist, da ja Hauptschütze David Spiekermann nur begrenzt zur Verfügung steht und die Rückholaktion von Alexander Mazur am Hagener Widerstand scheiterte.

 

Die Personalbücher der Verbandsligisten in alphabetischer Reihenfolge:

HC TuRa Bergkamen

Abgänge: Tom Trost (HTV Sundwig-Westig), Alexander Bicker (beruflich nach Köln), Jan Domanski (studiert Köln), Daniel Wiedau (Soest II), Jannik Presch (SG Hamm III)

Kader: Kevin Stork, Tim Faber (Heeren-Werve); Robin Webers, Mirco Kauer, Simon Reininghaus, Philipp Moog, Damian Nowaczyk, Florian Warias, Pascal Terbeck, Niklas Domanski, Alexander Baykan, Florian Schöße, Thomas Rycharski, Philipp Ostermann (2. Mannschaft), Felix Habaum (Ahlener SG II), Niklas Sporbeck (VfL Brambauer)

Spielertrainer: Thomas Rycharski

Vorjahr: Platz sechs

Saisonziel: einstelliger Tabellenplatz

TuS Bommern

Abgang: Niklas Klinker (TuS Hattingen), Matthias Kilfitt (Laufbahnende, Torwarttrainer), Andre Bauer (Westfalia Welper)

Kader: Stefan Goldkuhle (Wetter/Grundschöttel), Clemens Ophues (A-Jugend Eintracht Hagen); Felix Gross, Lucas Burbaum, Fabian Jung, Tibor Sipos, Marius Jung, Bastian Sonnenschein, Raban Mazur, Marcel Tarlinski, Lars Wichmann, Andreas Buchholz, Marcus Meister, Fabian Blechschmidt (Wetter/Grundschöttel), Nils Galys (Hagen II), Pascal Fischer (Bremen)

Trainer: Thorsten Stephan (für Ingo Brebach)

Vorjahr: Platz neun

Saisonziel: Früh Klassenerhalt sichern und Mittelfeldplatz erreichen

TuS Ferndorf II

Abgänge: David Wellen (aufgehört), Jan Niklas Broszinski (Studium), Kai Markowski (aufgehört), Tim Kolb, Kai Ronge (beide Gummersbach II), Benjamin Reh (beruflich bedingt), Fabio Schöttler (gesundheitlich) bedingt , Alexander Dröge (RSVE Siegen)m Tim Sartisson (1. Mannschaft), Julian Stötzel (studiert in Köln)

Kader: Frederik Keuper Richard Meinecke(1. Mannschaft); Fabian Schneider, Julian Held, Michel Sorg, Matthis Michel, Jonas Haupt, Leon Sorg, Sören Dischereit, Michael Feldmann, Fabian Paul (3. Mannschaft). Philipp Pfeil (Gummersbach II), Marc Weigelt, Erik Irle, Max Rath, Adrian Schmidt, Jan-Niklas Klein (alle A-Jugend)

Spielertrainer: Michael Feldmann

Vorjahr: Oberliga-Schlusslicht

Saisonziel: ?

 

Westfalia Halingen

Abgänge: Robin Rehle (verletzungsbedingt aufgehört), Matthias Hennemann (tritt kürzer), Konstantin Jurek (Menden Sauerland II)

Kader: Amon Kaese (VfS Warstein), Benny Swiecznik, Felix Hachmann; Robert Ammelt, Marius Strotkötter, Sören Selle, Dennis und Alexander Bichmann, Bichmann, Dominik Diederich, Roman Warland, Felix Zenka, Tobias Dodt, Felix König, Pascal Richard, Patrick Schwarz, Christian Manger Andreas Grote (Arnsberg)

Trainer: Christoph Gutzeit

Vorjahr: Landesliga-Meister Staffel 4

Saisonziel: früh Klassenerhalt sichern

HSC Haltern/Sythen

Abgänge: Stefan Redemann (Laufbahnende, Co-Trainer), Jan Richter (aufgehört), Markus Engberding (beruflich aufgehört), Leon Schellhase (berufliche Belastung),

Kader: Rico Robert, Daniel Lüger; Julian Schrief, Lukas Schulte-Lünzum, Tim Strotmann, Harald Scherer, Philipp Schrief, Alexander Schriewer, Jan-Bernd Kruth, Fabian Berster, Daniel Peeren, David Spiekermann

Trainer: Klaus Steinkötter (für Frank Mazur)

Vorjahr: Platz fünf

Saisonziel: möglichst früh Klassenerhalt sichern

TuS Hattingen

Abgänge: Luca Kuhnhenn (beruflicher Ausstieg), Dominic Schimm (3. Mannschaft und sportlicher Leiter)

Kader: Sven Wulf, Sascha Monje; Felix Osterloh, Linus Grossmann, Jonas Jäger, Jacob Jäger, Matthias Sinnemann, Jannis Stecken, Jonas Schäffer, Sven Schmitz, Jonas Kilfitt, Martin Ebel, Philipp Zaghow, Phillip Dobrodt (Schalke 04), Niklas Klinker (TuS Bommern)

Trainer: Frank Osterloh

Vorjahr: Platz zehn

Saisonziel: Stammformation finden und früh Klassenverbleib sichern

SuS Oberaden

Abgänge: Christopher Schumacher (2. Mannschaft), Benni Neureiter (Spielertrainer 3. Mannschaft), Benny Freiß (VfL Brambauer), Torben Roßfeld (Verletzungspause)

Kader: Matthias Massat, Börge Klepping, Marvin Makus (2. Mannschaft); Mats-Yannick Roth, Stephan Schichler, Bastian Stennei, Sebastian Pohl, Bastian Herold, Tim Fehring, Pascal Stennei, Lauris Heyduk, Niklas Brenne, Nico Mork, Lukas Noe (A-Jugend SG Hamm), Alexander Katsigiannis (VfL Eintracht Hagen), Tim Braach (Jahn Dellwig)

Spielertrainer: Alexander Katsigiannis (für Ralf Weinberger)

Vorjahr: Platz sieben

Saisonziel: Platz drei bis fünf

HSV Plettenberg/Werdohl

Abgänge: Marc Bardischewski (Eintracht Hagen II), Martin Gerstberger (Altena), Jugoslav Lakic (Laufbahnende), Markus Bluhm (verletzt, macht Torwarttrainer), Tarek Alissa (unbekannt), Marcel Kämmerer (HSG Lüdenscheid)

Kader: Dominik Meckel, Max Bergner (Schalksmühle-Halver); Oliver de Liello, Dominic Scheerer, Pierre van der Hurk, Nils Scheuermann, Michel Lengelsen, Markus Winkelsträter, Tobias Scharpe, Robin Esser, Björn Traumüller, Gerd Sowa (2. Mannschaft), Christoph Kämper, Sebastian Mühlbauer (beide HSG Lüdenscheid)

Trainer: Friedhelm Ziel

Vorjahr: Platz acht

Saisonziel: Aufgrund der hochkarätigen Abgänge nur Klassenverbleib

HSG Vest Recklinghausen

Abgänge: Alexander Tesch (OSC Rheinhausen), Bastian Thomas (offen), Christian Drüppel (Erkenschwick), Jonas Grimm-Windeler (Westfalia Welper)

Kader: Stephan Haunert, Daniel Schupetta; Leonard Schiller , Alexander Stautenberg, Nick Andersen, Juliano Windmüller, Max Schwarz, Kai Schlottke, Fabio Runkel, Pablo Rolf, Sam Singh Toor, Jakob Liedtke, Don Singh Toor (VfL Gladbeck), Jan Tadeus Türk (OSC Dortmund II).

Trainer: Maik Düerkop

Vorjahr: Platz elf

Saisonziel: Irgendwie die Klasse halten

SV Teutonia Riemke

Abgänge: Hans Müller (offen), Christian Bouali (pausiert), Daniel Robert (Schermbeck), Michael Rietdorf (Reserve)

Kader: Hendrik Stecken; Lennard Kramer (2. Mannschaft); Andreas Driesel, Dennis Aufermann, Alexander Wild, Steffen Lüning, Merlin Braithwaite, Jonathan Geukes, Richard Kramer, Jan Segatz, Daniel Krüger, Torben Kramer, Luca Grundhoff (Soest II), Jonathan Kogel (Reserve)

Trainer: Markus Hinz (für Timo Marcinowski)

Vorjahr: Platz zwölf

Saisonziel: Klassenerhalt

FC Schalke 04

Abgänge: Philipp Dobroodt (TuS Hattingen)

Kader: Sven Erzfeld, Fabian Sinkovec, Philipp Busjan; Matthias Bober, Marcel Mackowiak, Philipp Gemsa, Rosen Kolev, Nils Beyer, Jens Rosenbaum, Max Gill, Mario Samija, Jerome Barth, Leon Rembrink, Christopher Heming, Frederic Hentschel, Felix Busjan, Daniel Linke

Trainer: Sebastian Hosenfelder

Vorjahr: Landesliga-Meister Staffel 3

Saisonziel: gesichertes Mittelfeld

ASV Senden

Abgang: Stefan Stünke (Beruf Hamburg)

Kader: Christoph Chwalek, Jonas Rottstegge; Alexander Nolte, Hendrik Kuhlmann, Janis Wieczorek, Dennis van Wesel, Steffen Mühlhoff, Manuel Schürkamp, Manuel Honerkamp, Maximilian Starke, Jens Giesbert, Henning Schrief, Dennis Richter, Aaron van der Poel, Jan-Niklas van de Pol, Jens Micke (Westfalia Kinderhaus), Marius Hinze, Christian Sterz (beide TSV Ladbergen)

Trainer: Slawomir Cabon (für Diethard von Boenigk)

Vorjahr: Oberes Drittel

Saisonziel: oben mitmischen

RSVE Siegen

Abgänge: Hilmar Gudmundsson (Laufbahnende), Christian Ulrichs (tritt kürzer), Tristan Gräber (verzogen)

Kader:, Jannis Michel; Frieder Krause, Johannes Krause, Johannes Hochreuter, Milos Grujicic, Alen Sijaric, Fabian Benger, Lars Müller, Goran Djurovic, Branko Jovanovic, Alexander Dröge (Ferndorf II)

Spielertrainer: Alen Sijaric

Vorjahr: Vizemeister

Saisonziel: oben mitspielen

SV Westerholt

Abgang: Lars Preuß (tritt aus beruflichen Gründen kürzer)

Kader: Björn Otterbach, Jörn Maiss; Philipp Jacob, Fabian Hentschel, Georgi Georgiev, Fabian Mühlnickel, Florian Weißelstein, Stefan Prüfer, Philipp Trattner, Mats Stotten, Simon Bracklow David Tekath, Yannick Kliem, Janis Braun, Philipp Feldhege, Jan Schröder (A-Jugend, Schalke 04), Marius Leibner, David Kryzun (beide VfL Gladbeck), Fabian Wenge (Rauxel-Schwerin), Noah Schmalfuß (A-Jugend ASC Dortmund)

Spielertrainer: Philipp Jacob

Vorjahr: Platz vier

Saisonziel: solider Mittelfeldplatz
Bernd Großmann

Gelsenkirchen. Die Landesliga-Handballer des FC Schalke 04 haben durch den 31:22-Sieg im letzten Saisonspiel gegen den Spitzenreiter PSV Recklinghausen den Aufstieg in die Verbandsliga geschafft.

Sebastian Hosenfelder steht im Eingang der Halle. Der Trainer der Handballer des FC Schalke 04 ist völlig durchnässt, die Haare kleben am Kopf. Die Folgen der Bierdusche. Linksaußen Daniel Linke kommt vorbei und sieht den nassen Coach: „Hey, Trainer, regnet es draußen?“ Es muss Spaß machen, an diesem Abend Schalker Handballer zu sein.

Erst ist die „Zweite“ durch einen 31:26-Sieg gegen den SV Westerholt am frühen Abend in die Bezirksliga aufgestiegen. Direkt danach fertigte die „Erste“ im Spitzenspiel der Landesliga die PSV Recklinghausen mit 31:22 (15:11) ab und ist damit in die Verbandsliga aufgestiegen. „Besser kann ein Tag nicht laufen“, findet Kapitän Matthias Bober.
Marijo Samija als Lenker des Spiels

Kreisläufer Phillip Dobrodt tanzt durch die Halle und umarmt jeden, der ihm in den Weg läuft. Dobrodt ist der Mann mit dem Kreuz wie eine Schrankwand, an schlechten Tagen können seine Umarmungen sicher wie Körperverletzungen sein, an diesem Abend lachen alle, die er erwischt.

Die Mannschaft hat gegen den Spitzenreiter Recklinghausen ein großes Spiel abgeliefert. Zwanzig Minuten lang ging es hin und her. „Manchmal wollte ich gar nicht hinschauen“, sagt der Sportliche Leiter Ralf Anischewski. Doch dann bekamen die Schalker vor der Rekordkulisse vor über 1000 Zuschauern in der ausverkauften Halle Schürenkamp ihre Nerven in den Griff und zogen ihr Spiel auf. Endlich bezogen sie auch die beiden Außen Daniel Linke und Felix Busjan mit ins Spiel ein, und zur Pause führten die Gastgeber 15:11. Vorentscheidungen sehen allerdings anders aus.

Alle rechneten mit heftiger Gegenwehr des Spitzenreiters nach der Pause, aber es kam nur ein laues Lüftchen. Selbst als die Schalker minutenlang nach diversen Zeitstrafen nur zu viert auf dem Parkett standen, erzielte Recklinghausen kein Tor. Draußen ging die Sonne unter, Schalke aber nicht. Im Gegenteil, die Mannschaft zog davon, führte nach 44 Minuten 23:13 und gab den hohen Vorsprung nicht mehr aus der Hand.

Trainer Hosenfelder war nach dem Ende der Partie heiser. „Es war so laut von den Tribünen, ich konnte gar keine Spielzüge ansagen“, meinte er. Doch dafür hat er auf dem Parkett seinen verlängerten Arm Marijo Samija. Samija liest das Spiel wie andere ein Kinderbuch lesen, führt das Team aus dem Rückraum in aller Ruhe und leitete gerade in der zweiten Hälfte immer die richtigen Spielzüge ein.
Zwei starke Torhüter

Im Tor sorgte Sven Erzfeld, der fast durchspielte, für die nötige Sicherheit. Aber auch auf der Torwartposition agierten die Schalker klug und richtig. In der spielentscheidenden Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit kam Fabian Sinkovec kurz in den Kasten. Er parierte einen Siebenmeter von Thomas Brannekämper, der mit acht Treffern bester PSV-Schütze war, in überragender Manier. Hinterher strahlte Sinkovec: „Habe doch schon vorher gesagt, wir packen die.“

Dann, nachdem der erste Kasten Bier, den jemand vorsorglich im Geräteraum neben der Spielfläche hinter dem Barren und dem Schwebebalken versteckt gelagert hatte, leer war, begann die lange Aufstiegs-Nacht. Wie gesagt, es muss an diesem Abend Spaß gemacht haben, Schalker Handballer zu sein.

Ralf Birkhan

Schalke im Aufstiegs-Fieber | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
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Torhüter Fabian Sinkovec und Sven Erzfeld Torhüter Fabian Sinkovec und Sven Erzfeld

Torwart raus oder nicht?

WAZ

Die Schalker Frage: Torwart raus oder nicht?

Gelsenkirchen.   Beim Handball-Verbandsligisten FC Schalke 04 überlegt Trainer Sebastian Hosenfelder in der Vorbereitung auf die neue Saison, ob und wie er die neue Regel um die Torwart-Auswechslung anwenden will.

Im Moment läuft die Vorbereitung auf die neue Handball-Saison noch etwas schleppend. „Wenn ich der Phase bisher eine Note gegen müsste, dann wohl eine Zwei minus“, sagt Sebastian Hosenfelder, Trainer des Verbandsliga-Aufsteigers FC Schalke 04.

Er hat einen Kader von 18 Spielern zur Verfügung, doch aus dem Vollen schöpfen kann er in der Vorbereitung noch nicht. Einige Spieler sind noch im Urlaub, andere kurieren ihre Verletzungen aus. „Ich hoffe aber, dass wir zum Saisonstart am 10. September wieder alle an Bord haben“, so Hosenfelder.

Mit den Testspielen, die zur Zeit laufen, ist der Coach mal zufrieden, mal weniger zufrieden. Alltagsgeschäft eines Trainers. Momentan ist die Mannschaft beim Turnier der MTG Horst in Essen am Ball. Am Samstag wartet das Halbfinale - der Gegner steht noch nicht fest -, am Sonntag folgt das Endspiel oder die Partie um Platz drei.

Hosenfelder will möglichst viele Spiele, um Varianten auszuprobieren. Und um die neue Regel zu testen, die bei Olympia zu sehen ist: Die Angreifer dürfen den Torwart auswechseln und dafür einen zusätzlichen Feldspieler bringen. „Ob wir das machen oder nicht, weiß ich noch nicht“, so Hosenfelder. „Wir sind in der Testphase. Aber wir müssen uns darauf einstellen, dass die Gegner einen zusätzlichen Feldspieler bringen.“

Ralf Birkhan 19.08.2016
Schalker Handballer verlieren knapp
11.07.2016 | 17:01 Uhr
Schalker Handballer verlieren knapp
Schalkes Rosen Kolev erzielte beim Test in Sundwig drei Tore.Foto: Biene Hagel
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So gehts

Sundwig. Die Vorbereitung der Schalker Handballer nimmt allmählich Fahrt auf. Am Samstag bestritt das Team von Sebastian Hosenfelder sein erstes Testspiel beim Oberligisten HTV Sundwig-Westig, fast schon ein Traditionsduell. „Seit vier Jahren veranstalten wir dieses Testspiel jetzt schon in jeder Vorbereitung, daher kennen wir uns schon ganz gut“, sagt Hosenfelder. Und nach der knappen 23:25-Niederlage vom vergangenen Wochenende zeigt sich der Trainer durchaus zufrieden. „Die Ergebnisse werden von Jahr zu Jahr besser“, freut sich Sebastian Hosenfelder. Schalke war fast mit dem kompletten Kader angereist. Lediglich die Urlauber Mathias Bober und Philipp Busjan fehlten.

Gerade in der ersten Halbzeit zeigten die Gäste eine starke Leistung. Nach einem ausgeglichenen Beginn erarbeiteten sich die Schalker bis zur 15. Spielminute einen Drei-Torevorsprung. Der hatte bis zum 12:9 in der 23. Minute auch noch Bestand, ehe Sundwig zur Pause auf 12:13 verkürzte. Direkt nach Wiederanpfiff drehte Sundwig die Partie und verteidigte die knappe Führung. Am Ende stand eine knappe 23:25-Niederlage. „Das war ein wirklich gutes Spiel von uns, gerade in der Abwehr standen wir sehr gut“, zog Sebastian Hosenfelder ein positives Fazit.

Auch mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich der Trainer zufrieden: „Wir haben bisher viel im Kraft- und Konditionsbereich gearbeitet. Natürlich kann man jetzt noch keine Prognosen abliefern, das werden die nächsten Wochen zeigen. Aber die Motivation ist auf jeden Fall da“.
Schalke: Sinkovec, Erzfeld (beide Tor); F. Busjan (5), Barth (1), Rosenbaum (1), Linke (3), Heming (1), Samija (4), Gill (1), Beyer (1), Kolev (3), Rembrin (1), Hentschel (2), Mackowiak, Gemsa.

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Trainer Sebastian Hosenfelder Trainer Sebastian Hosenfelder

Regeländerungen

WAZ

Sebastian Hosenfelder nimmt Regeländerungen gelassen

Handball. Die IHF wird für die neuen Vorschriften heftig kritisiert. Der Trainer des FC Schalke 04 sieht die Sache indes entspannt

 

Gelsenkirchen. Noch vor Olympia hat der Handball-Weltverband IHF fünf neue Regeln eingeführt. Das Feedback ist bisher sehr negativ, Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder sieht den neuen Regeln allerdings entspannt entgegen.

 

„Die IHF hat uns ein schönes Ei ins Nest gelegt. Die müssen die Regeln ja nicht umsetzen“, bewertete zum Beispiel der kürzlich verstorbene DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß die neuen Regeln als „inhaltlich unausgegoren“. Auch Alfred Gislason, Trainer des deutschen Rekordmeisters THW Kiel, ist den Neuerungen gegenüber nicht gerade positiv eingestellt. „Sie wurden in der isländischen Liga getestet - alles andere als erfolgreich“, sagt er.

 

Trainer Sebastian Hosenfelder, der für den Verbandsliga-Aufsteiger FC Schalke 04 zuständig ist, sieht die ganze Sache ein wenig entspannter. „Ich stehe den neuen Regeln erst einmal wertneutral gegenüber. Ein paar Dinge sind allerdings schon etwas gewöhnungsbedürftig.“

 

Damit meint er vor allem die neue Regelung des Zeitspiels. Ab sofort stehen der angreifenden Mannschaft nur noch sechs Pässe zu, sobald die Schiedsrichter ein drohendes Zeitspiel anzeigen. Danach muss der Abschluss folgen. Generell findet Hosenfelder diese Idee gut, allerdings liege es „ja immer noch im Ermessen der Schiedsrichter, wann Zeitspiel gepfiffen wird“. Denn die Referees werden weiterhin individuell entscheiden, wann sie ein drohendes Zeitspiel anzeigen.

 

Auch die anderen Regeländerungen werden das Spiel maßgeblich beeinflussen. Dies gilt vor allem für die Neuerung, dass der Torwart durch einen siebten Feldspieler ohne Leibchen ersetzt werden darf. Dadurch kann jeder von den sieben Feldspielern gegen den Torwart ausgetauscht werden. Bislang konnte der Keeper nur für den Spieler wieder eingewechselt werden, der auch das Leibchen trug. „Diese Regel könnte das Spiel taktisch verändern“, sagt Hosenfelder, der sich deshalb auch schon Gedanken darüber gemacht hat, wie man diese Regel nutzen könnte. „Aber davon erzähle ich natürlich nichts“, sagt er und lacht.

liev

19.07.2016

Schalker Handballer verlieren knapp
11.07.2016 | 17:01 Uhr
Schalker Handballer verlieren knapp
Schalkes Rosen Kolev erzielte beim Test in Sundwig drei Tore.Foto: Biene Hagel
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So gehts

Sundwig. Die Vorbereitung der Schalker Handballer nimmt allmählich Fahrt auf. Am Samstag bestritt das Team von Sebastian Hosenfelder sein erstes Testspiel beim Oberligisten HTV Sundwig-Westig, fast schon ein Traditionsduell. „Seit vier Jahren veranstalten wir dieses Testspiel jetzt schon in jeder Vorbereitung, daher kennen wir uns schon ganz gut“, sagt Hosenfelder. Und nach der knappen 23:25-Niederlage vom vergangenen Wochenende zeigt sich der Trainer durchaus zufrieden. „Die Ergebnisse werden von Jahr zu Jahr besser“, freut sich Sebastian Hosenfelder. Schalke war fast mit dem kompletten Kader angereist. Lediglich die Urlauber Mathias Bober und Philipp Busjan fehlten.

Gerade in der ersten Halbzeit zeigten die Gäste eine starke Leistung. Nach einem ausgeglichenen Beginn erarbeiteten sich die Schalker bis zur 15. Spielminute einen Drei-Torevorsprung. Der hatte bis zum 12:9 in der 23. Minute auch noch Bestand, ehe Sundwig zur Pause auf 12:13 verkürzte. Direkt nach Wiederanpfiff drehte Sundwig die Partie und verteidigte die knappe Führung. Am Ende stand eine knappe 23:25-Niederlage. „Das war ein wirklich gutes Spiel von uns, gerade in der Abwehr standen wir sehr gut“, zog Sebastian Hosenfelder ein positives Fazit.

Auch mit dem bisherigen Verlauf der Vorbereitung zeigt sich der Trainer zufrieden: „Wir haben bisher viel im Kraft- und Konditionsbereich gearbeitet. Natürlich kann man jetzt noch keine Prognosen abliefern, das werden die nächsten Wochen zeigen. Aber die Motivation ist auf jeden Fall da“.
Schalke: Sinkovec, Erzfeld (beide Tor); F. Busjan (5), Barth (1), Rosenbaum (1), Linke (3), Heming (1), Samija (4), Gill (1), Beyer (1), Kolev (3), Rembrin (1), Hentschel (2), Mackowiak, Gemsa.

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