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Ein ganz starker Auftritt der Schalker zum Saisonauftakt

WAZ

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 sind mit einem 29:25-Heimsieg gegen Hagen in die Saison gestartet. Neuzugang Thorben Kirsch mit sieben Toren.

 

Besser kann man eine Neuverpflichtung nicht geheim halten und dann mit einem Knalleffekt präsentieren: Die Handballer des FC Schalke 04 hatten Thorben Kirsch, den neuen Mittelmann, kaum vorgestellt, da stand er beim Saisonauftakt der Verbandsliga gegen den VfL Eintracht Hagen II schon auf dem Feld und zeigte, warum er beim HBW Balingen-Weilstetten Bundesligaluft geschnuppert hat. Mit sieben Treffern führte der 23-Jährige die Schalker zum 29:25-Heimsieg.

 

„Ein toller Einstand, ein tolles Handballspiel“, schwärmte Trainer Sebastian Hosenfelder.

 

Überhaupt die Neuzugänge: Thorben Kirschs Bruder Thimo Kirsch war kaum weniger erfolgreich als sein Bruder. Der 25-Jährige traf fünfmal aus dem Rückraum. Manchmal mit solch’ einer Wucht, dass der Ball von der Tribüne des Sportzentrums Schürenkamp kaum zu sehen war.

 

In der Startformation der Schalker standen mit Torhüter Fabian Sinkovec, Rechtsaußen Felix Busjan und Rückraumspieler Marijo Samija drei Spieler aus dem Kader der vergangenen Saison. Neben den Kirsch-Brüdern waren noch Linksaußen Julian Ihnen und Kreisläufer Jakob Liedtke von Anfang an dabei.

 

Eine erfolgreiche Mischung, und Thorben Kirsch sorgte mit seinen zwei Treffern zur 2:0-Führung sofort dafür, dass die Gäste einen wenig entspannten Samstagabend hatten. Als einziges Verbandsliga-Team hatte Oberliga-Absteiger Hagen bei den Saisonzielen klar vom Aufstieg gesprochen. Eigentlich ein realistisches Ziel, die Mannschaft ist athletisch und hat mit Pavel Prokopec auch einen früheren tschechischen Nationalspieler in ihren Reihen.

 

Nur: Die Schalker sind durch die Neuzugänge kaum weniger robust. So entwickelte sich ein hart umkämpftes, aber nie unfaires Spiel. Die Gastgeber, die noch in der vergangenen Saison zu einem großen Teil auf Tempo und auf schnelle Gegenstöße gesetzt hatten, kamen gegen Hagen nur selten dazu, diese alten Trümpfe auszuspielen.

 

Dafür verfügen sie nun aber über einen Rückraum, der auch ohne Linkshänder dominieren kann. Und damit nicht genug: Im Rückraum gibt es noch eine überraschende Variante. Wenn nämlich Mittelmann Thorben Kirsch zum Ausruhen auf die Bank geht, kommt auf seiner Position mit Bastian Schwengers Neuzugang Nummer fünf in die Partie. Wo sich Thorben Kirsch mit Kraft und Athletik durchsetzt, scheint Schwengers mit Rhythmus und Gefühl durch die Reihen des Gegners zu tanzen.

 

Beim Saisonauftakt gegen Hagen funktionierte noch nicht alles, und weil die Abläufe bei den Spielzügen noch nicht automatisiert waren, gab es einige technische Fehler mit Ballverlusten. Wenn die Schalker aber im Laufe der Saison die Balance finden und tatsächlich nach Wunsch umschalten können von Hauruck-Handball auf Spielfluss-Handball, dann wird es in der Verbandsliga nicht besonders viele Mannschaften geben, die dabei lange mithalten können.

 

FC Schalke 04; Fabian Sinkovec, Sven Erzfeld; Thorben Kirsch (7), Felix Busjan (5), Thimo Kirsch (5), Bastian Schwengers (3), Nils Beyer (2), Julian Ihnen (2), Philipp Gemsa (1), Marijo Samija (1), Jakob Liedtke (1), Daniel Linke (1), Frederic Hentschel (1), Mathias Bober.

 

Ralf Birkhan, 10.09.2017

Schalke zieht zum Auftakt noch einen Kracher an Land

WAZ

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer starten Samstag gegen Hagen in die Verbandsliga-Saison. Zum Start hat sich das Team mit Thorben Kirsch verstärkt.

 Rechtzeitig zum Saisonauftakt an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen II (19.30 Uhr, Sportzentrum Schürenkamp) haben sich die Verbandsliga-Handballer des FC Schalke 04 noch einmal mit einem Kracher verstärkt: Thorben Kirsch, ein Mann mit Bundesliga-Erfahrung, hat seine Zusage gegeben und ist bereits gegen Hagen spielberechtigt.

 Thorben (23) ist der jüngere Bruder von Thimo Kirsch (25), der bereits im Sommer zu den Schalkern gewechselt war. Thimo ist dabei der Schütze aus dem linken Rückraum, während Thorben als Mittelmann im Rückraum die Fäden zieht.

 Er kommt vom Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten. Dort schnupperte er bei mehreren Einsätzen Bundesliga-Luft, spielte aber zuletzt vorwiegend in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga. Über seinen Bruder hörte er dann nur gute Geschichten von den Schalker Handballern, und da beide Brüder seit Jahren bereits Mitglieder bei den Königsblauen und große Fans der Fußballer sind, war schnell klar: Der Wechsel ist keine Utopie. Allerdings gab es noch ein Problem: Den Studienplatz.

 Thorben studiert BWL, und als die Zusage von der Universität in Bochum kam, war die Sache klar: Der Mittelmann stieg in die Saisonvorbereitung der Schalker ein und hat nun - rechtzeitig zum Saisonstart - seinen Spielerpass.

 Damit steigen natürlich die Erwartungen. Denn nun haben sich die Schalker insgesamt mit fünf Spielern, die allesamt einen Anspruch auf die Startformation anmelden können, verstärkt. Wie genau Trainer Sebastian Hosenfelder am Samstag gegen den Oberliga-Absteiger Hagen beginnen möchte, will er noch nicht verraten. Der Grund: Auch Hagen lässt sich nicht in die Karten schauen. Noch ist unklar, ob einige Spieler aus der „Ersten“, die in der 2. Liga spielt, am Schürenkamp auflaufen werden.

 Unmöglich erscheint das nicht, denn die Hagener sind die einzige Mannschaft der Verbandsliga, die offensiv vom Aufstieg spricht. Auf jeden Fall in der „Zweiten“ dabei ist Pavel Prokopec. Der frühere tschechische Nationalspieler lässt seine Profi-Karriere in Hagen ausklingen.

 Video-Material hat Trainer Hosenfelder von Hagen nicht. Ungewöhnlich, doch Hagen hat seine Vorbereitungsspiele nicht großartig angekündigt, und so fand fast alles unter Ausschluss der breiten Öffentlichkeit statt. Klar ist für den Coach aber, dass Hagen das Spiel schnell macht und am liebsten flotten Handball spielt. „Das können wir allerdings auch“, sagt er.

 Außer Rosen Kolev sind alle Schalker fit. Der bulgarische Rückraumspieler fällt mit einem gebrochenen Daumen aus, doch mit Thilo und Thorben Kirsch sowie dem weiteren Neuzugang Bastian Schwengers hat der Schalker Rückraum an Qualität gewonnen.

 Was der Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt fehlt, ist das blinde Verständnis einer eingespielten Einheit. „Aber das sollte im Laufe der Saison immer besser werden“, glaubt Hosenfelder. Dann dürften die Schalker Handballer von Spieltag zu Spieltag stärker werden. Und das wiederum ist wichtig, um das Saisonziel zu erreichen: Möglichst lange oben mitzumischen.

Ralf Birkhan, 08.09.2017

Zum Saisonauftakt gegen die Wundertüte

WAZ

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer starten am Samstag in die Verbandsliga-Saison. Trainer Hosenfelder sagt über den Gegner Hagen: „Eine Wundertüte.“

 

Trainer Sebastian Hosenfelder stellt seine Handballer vom Verbandsligisten FC Schalke 04 immer beim Training in der Woche vor dem Spiel taktisch auf den nächsten Gegner ein. Meistens gibt es einen Video-Zusammenschnitt, dazu erhält jeder Spieler noch spezielle Informationen für seine Position. Doch ausgerechnet zum Saisonauftakt in eigener Halle am kommenden Samstag (19:30 Uhr, Sportzentrum Schürenkamp) gegen den VfL Eintracht Hagen II wird das schwieriger als sonst. „Hagen ist die Wundertüte der Liga“, sagt Hosenfelder.

 

Der Grund: Die „Zweite“ aus Hagen hat sich nach dem Abstieg aus der Oberliga als einziges Team der Liga offensiv den Aufstieg auf die Fahnen geschrieben. Am Anfang der Saison werden die Hagener daher wohl alles versuchen, um sofort an die Spitze zu kommen. Das bedeutet: Die Schalker wissen noch nicht, welche Spieler aus der „Ersten“, die in der 2. Bundesliga spielt, zum Verbandsliga-Start in der „Zweiten“ aushelfen werden.

 

Dazu ist der Hagener Nachwuchs in die A-Jugend-Bundesliga aufgestiegen. Laut Spielordnung ist es möglich, dass Spieler aus der A-Jugend-Bundesliga auch in der Verbandsliga zum Einsatz kommen können. „Daher wird es schwer, sich im Vorfeld auf Hagen einzustellen“, so Sebastian Hosenfelder. Der Coach sagt aber auch: „Wir werden ganz sicher auf alles vorbereitet sein.“

 

Favorit des Trainers: RSVE Siegen

 

Und das nicht nur am ersten Spieltag, sondern während der gesamten Saison. Denn: Die Schalker haben den Aufstieg im Sommer erst im letzten Spiel der Relegation aus der Hand gegeben. Das Ziel, zumal mit vier starken Neuzugängen, kann also nur heißen: Wieder oben dabei sein.

 

Genau das ist Trainer Hosenfelder bewusst, aber er möchte nicht als Lautsprecher durch die Liga laufen. „Wir wollen natürlich so lange wie möglich oben mitspielen“, sagt er zu den Schalker Saisonzielen. „Aber den Aufstieg werde ich in dieser Saison auf keinen Fall zur Pflicht machen.“

 

Ganz anders als der Oberliga-Absteiger Hagen, doch die Hagener sind nicht der einzige Favorit auf die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg. Für Hosenfelder heißt der große Favorit auf den Titel in dieser Saison: RSVE Siegen.

 

„Die Platzierungen aus den vergangenen Verbandsliga-Jahren, als Siegen zweimal Zweiter und einmal Dritter wurde, sprechen für sich“, so der Coach. Zudem hat sich Siegen noch weiter verstärkt.

 

Nach Einschätzung des Trainers sind auch der Oberliga-Absteiger OSC Dortmund und der TuS Bommern Kandidaten, die oben mitmischen werden. Gerade vor den Dortmundern hat Hosenfelder großen Respekt: „Die Mannschaft hatte eine starke Vorbereitungsphase mit tollen Ergebnissen.“

 

Heißt mit anderen Worten: Es dürfte eine heiße Saison werden.

 

Nur Rosen Kolev wird Schalke zum Auftakt fehlen

 

Der Bulgare hat sich den Daumen gebrochen. Vier Neuzugänge stehen im Kader der 15 Spieler

 

Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 werden mit einem Kader von 15 Spielern in die neue Verbandsliga-Saison starten. Beim ersten Training zum Auftakt waren noch über 20 Spieler dabei, doch mittlerweile hat Trainer Sebastian Hosenfelder den Kader reduziert.

 

Allerdings ist der Fall nicht allzu tief, denn die „Zweite“ der Schalker ist mittlerweile in die Landesliga aufgestiegen, spielt also in der Klasse direkt unter der „Ersten“. Die Spieler, die zunächst keinen Platz im Verbandsliga-Team gefunden haben, stoßen nun zur „Zweiten“. Aber: Der Verein möchte für Durchlässigkeit zwischen beiden Teams sorgen. So haben schon in der vergangenen Saison viele Verletzungen dafür gesorgt, dass immer wieder frische Leute aus der Reserve zur Verstärkung der „Ersten“ gefragt waren.

 

Zum Saisonauftakt wird Rosen Kolev gegen den VfL Eintracht Hagen II auf jeden Fall fehlen. Der Rückraumspieler aus Bulgarien hat sich den Daumen gebrochen. Dafür sind die Neuzugänge Bastian Schwengers (MTV Rheinwacht Dinslaken/Rückraum), Julian Ihnen (Westfalia Herne/Außen), Thimo Kirsch (TuS Volmetal/Rückraum) und Jakob Liedtke (HSG Vest Recklinghausen/Kreis) fit und dabei. Auf der Seite der Abgänge ist bei den Schalkern nicht viel zu finden. Kreisläufer Anouar Fritzenwanker ist zur HSG Hohenlimburg gewechselt, und mit Philipp Busjan hat der dritte Torhüter seine Karriere beendet.

 

Einziger Wermutstropfen im Wechselspiel: Eigentlich wollten die Schalker noch einen Linkshänder für den Rückraum gewinnen, doch den haben sie nicht gefunden.

Ralf Birkhan, 05.09.2017

Schalker beenden ihre Testspielreihe mit zwei Siegen

WAZ

Dinslaken.   Die Schalker Handballer haben die Testspiele des Sommers mit zwei Siegen beendet. Am kommenden Samstag beginnt für sie die Verbandsliga-Saison.

Die Verbandsliga-Handballer des FC Schalke 04 haben eine harte Schicht hinter sich. In Dinslaken standen vor dem Saisonstart am kommenden Samstag mit dem Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen II noch zwei Testspiele auf dem Programm. Gegen den Regionalligisten TV Rheinbach siegten die Schalker dabei 28:21, gegen den gastgebenden Oberligisten MTV Dinslaken folgte ein 33:25.

„Damit bin ich sehr zufrieden“, so Trainer Sebastian Hosenfelder. Zumal beide Partien direkt hintereinander über die Bühne gingen. Nach den letzten Testspielen des Sommers steht nun auch der Kader der 15 Spieler, die am ersten Spieltag zum Schalker Team gehören werden.

Allerdings gab es am Samstag auch Aufregung: Im zweiten Spiel des Tages gegen die Dinslakener waren die Schalker auf dem Weg zu einem klaren Erfolg. Doch plötzlich wurde die Partie hektischer. Beide Seiten ließen sich anstecken, und es wurde hitzig. Nach einigen Diskussionen in der zweiten Hälfte beruhigte sich die Partie dann aber wieder, und die Schalker brachten ihren Sieg nach Hause. „Gefallen hat mir das aber nicht“, so Hosenfelder. „Die Jungs sollen sich auf Handball konzentrieren und sich nicht aus dem Konzept bringen lassen.“

Ralf Birkhan, 03.09.2017

So lange wie möglich an der Spitze mitmischen

Einschwören auf die Saison Einschwören auf die Saison

WAZ

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer fiebern dem Verbandsliga-Saisonstart am 9. September entgegen. Das Team will so lange wie möglich vorne mitmischen.

Eigentlich ist es ein Luxusproblem. Aber auch Luxusprobleme machen keinen Spaß. Die Handballer des Verbandsligisten FC Schalke 04 starten am 9. September mit einem Heimspiel gegen den Oberliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen II in die Saison. In der Vorbereitung konnte Trainer Sebastian Hosenfelder noch aus dem Vollen schöpfen, doch in dieser Woche muss er den Kader von 20 auf 16 Spieler reduzieren.

Bedeutet: Vier Spieler werden zunächst weiter mit der zweiten Mannschaft, die in der Landesliga spielt, trainieren. Dies soll keine Einbahnstraße sein, der Weg zurück ist bei guten Leistungen oder Verletzungen von Stammspielern immer offen. Hosenfelder weiß aber: „Es wird in dieser Woche noch die Gespräche geben, und es gibt angenehmere Aufgaben.“

Mit fünf starken Neuzugängen ist die Konkurrenz innerhalb des Teams enorm gewachsen. Zumal es nur zwei Abgänge gab. Der Wechsel von Kreisläufer Anouar Fritzenwanker zur HSG Hohenlimburg stand schon lange vor dem Saisonende fest. Abgang Nummer zwei ist der Bulgare Nikolay Neychev, der sich in die 2. Liga Norwegens verabschiedet hat.

Ist die Mannschaft also stärker als vor einem Jahr? Trainer Hosenfelder muss für die Antwort ausholen. „Zum gleichen Zeitpunkt vor der Saison waren wir vor einem Jahr stärker“, glaubt er. „Wir hatten nur einen Neuzugang und waren daher komplett eingespielt.“

Allerdings glaubt der Coach auch: „Wenn wir uns erstmal gefunden haben und die Neuzugänge fest im Team integriert sind, dann sollten wir stärker sein als in der vergangen Saison.“

Dabei ist die Integration der Neuen kein Problem. Beispiel Bastian Schwengers: Der Zugang vom Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken fuhr bereits am Ende der vergangenen Saison als Fan mit im Mannschaftsbus zum Aufstiegsspiel nach Möllbergen, das Schalke verlor. Trotzdem buchte Schwengers damals noch im Bus einen Flug für den nächsten Tag nach, um die Mallorca-Fahrt des Teams mitzumachen.

Aber auch sportlich hält Hosenfelder viel von den neuen Spielern um Thimo Kirsch, der beim TuS Volmetal bereits Drittliga-Erfahrung sammelte.

Über eine mögliche Startformation für das erste Punktspiel in zehn Tagen will der Trainer aber noch nicht spekulieren. Nach elf Testspielen stehen am kommenden Samstag noch die zwei letzten Testpartien hintereinander auf dem Programm. In Dinslaken spielen die Schalker erst um 16 Uhr gegen den Oberligisten MTV Rheinwacht, dann um 17.30 Uhr sofort gegen den Regionalligisten TV Rheinbach.

In der letzten Woche vor dem Saisonauftakt gibt es dann keine Spiele mehr, sondern nur noch die normalen drei Trainingseinheiten. Wobei die Athletik-Einheit, die es bisher immer am Montag gab, gegen eine Handball-Einheit getauscht wurde. Die Schalker wollen damit mehr Augenmerk auf die Verbesserung des Spielverständnisses legen.

Reicht das zum Aufstieg? „Wir sind nicht so vermessen, um den Aufstieg zur Pflicht zu erklären“, antwortet Hosenfelder. „Wir wollen natürlich so lange wie möglich oben dabei sein, aber die anderen Vereine schlafen auch nicht.“

Schon der erste Verletzte: Kolev hat sich den Daumen gebrochen

Rosenbaum und Linke sind wieder dabei

In der vergangenen Saison hatten die Schalker gerade in der Schlussphase der Saison mit großem Verletzungspech zu kämpfen. Ganz so schlimm ist es im Moment nicht, aber richtig gut sieht anders aus.

So hat sich der bulgarische Rückraumspieler Rosen Kolev den Daumen gebrochen. Bei einem Wurfversuch hatte er durchgezogen und dabei unglücklich einen Gegenspieler mit der Hand getroffen. Am Montag wurde die Hand operiert, jetzt muss der Bulgare zehn Tage pausieren.

Nach seinem Knorpelschaden im Knie, der ihn zuletzt die ganze Saison außer Gefecht gesetzt hatte, arbeitet sich Jens Rosenbaum wieder ans Team heran. Er hatte bereits einen Einsatz, doch Trainer Hosenfelder rechnet frühestens in zwei Monaten wieder mit dem Rückraumspieler. Linksaußen Daniel Linke hat seine langwierige Schulterverletzung überwunden und trainiert wieder mit dem Team.

Ralf Birkhan, 29.08.2017

Sebastian Hosenfelder ohne Urlaub in die neue Saison

Trainer Sebastian Hosenfelder Trainer Sebastian Hosenfelder

WAZ

Schalke. Schalkes Trainer bleibt im Sommer zuhause. Die lange Saison und die Vorbereitung auf die neue Verbandsliga-Spielzeit lassen kaum Freizeit zu.

 

Eigentlich wäre die vergangene Saison für die Schalker Handballer am 13. Mai beendet gewesen. Doch der Verbandsliga-Vizemeister musste noch zwei Wochen nachsitzen, um dann nach zwei Entscheidungsspielen gegen den TuS 09 Möllbergen doch nicht den Sprung in die Oberliga zu schaffen.

 

Während die meisten Spieler danach ihren Urlaub antreten konnten, kostete Sebastian Hosenfelder diese Verlängerung der Saison wohl den Urlaub. Denn der Schalker Trainer hatte sich nach dem Ende der strapaziösen Spielzeit als Sportlicher Leiter und Jugendkoordinator der königsblauen Handballschmiede um noch vieles zu kümmern. Und schließlich musste auch die Vorbereitung auf die kommende Saison geplant werden. Denn nach dem verpatzten Aufstieg soll nun natürlich der Sprung in die Oberliga geschafft werden.

 

„Ich habe mir selbst eine Urlaubssperre auferlegt“, sagt Sebastian Hosenfelder. „In den Herbstferien, wenn die Liga drei Wochen Pause macht, werde ich wohl erst in den Urlaub fahren.“

 

Die um zwei Wochen verlängerte Saison hat aber auch Auswirkungen auf die kommende Spielzeit. „Wir sind später in die Vorbereitung gestartet. Statt zwölf sind es nun nur zehn Wochen Zeit“, sagt der Schalker Trainer. Zwei Wochen sind nun schon um. In dieser Zeit haben die königsblauen Handballer erst einmal an der Grundlagenausdauer gearbeitet. Hosenfelder: „Vor dem ersten Testspiel haben wir erst zweimal den Ball in der Hand gehabt.“ Die Niederlage gegen den Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede war für den Coach daher wenig aussagekräftig. Vom 49:29-Sieg bei Bezirksligisten TB Oberhausen gab es noch weniger neue Erkenntnisse zu vermelden, ebenso wie nach dem 33:24-Sieg gegen den Verbandsligisten Kettwiger SV. Hosenfelder: „Körperlich ist das Team gut drauf. Ein wenig Feinjustierung fehlt noch. Aber das Grundlevel ist ordentlich.“

 

Schon mehr erwartet Sebastian Hosenfelder von der Partie am kommenden Samstag, 5. August, 16 Uhr, im Schürenkamp gegen den Regionalligisten Tusem Essen II. „Da erwarte ich, dass wir ordentlich mithalten. Ein Spiel mit plus, minus fünf Toren“, sagt der Schalker Coach.

Nun wird mit dem Ball trainiert

 

In den kommenden Wochen wird sein Team nun viel mit dem Ball arbeiten, die Neuzugänge Thimo Kirsch, Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen müssen sich einspielen. „Die neuen haben noch wenig mit der Mannschaft gemacht, erst vier Einheiten mit dem Ball“, so Hosenfelder. „Sie müssen die Spielabläufe noch kennenlernen, auch ihre Partner auf dem Feld.“ Vor allem von Thimo Kirsch erwartet der Trainer etwas. Der Neuzugang vom TuS Volmetal soll die Abwehr anführen. Hosenfelder: „Er soll das Kommando, die Verantwortung übernehmen. In den ersten Spielen hat er das schon gut gemacht.“

Stefan Andres

31.07.2017

Schalke zum Auftakt gegen den Absteiger VfL Eintracht Hagen II

Auch in der neuen Saison ist die Abwehr gefragt Auch in der neuen Saison ist die Abwehr gefragt

WAZ

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer kennen jetzt ihren ersten Gegner der kommenden Verbandsliga-Saison. Am ersten Spieltag kommt Oberliga-Absteiger Hagen II.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 genießen ihren Urlaub: Vier Wochen ohne Handball nach der nervenaufreibenden Verbandsliga-Saison. Erst am 1.Juli wird sich das Team von Trainer Sebastian Hosenfelder wieder zum Training treffen, doch ihren ersten Gegner in der kommenden Verbandsliga-Saison kennen sie jetzt schon: Am ersten Spieltag kommt der Oberliga-Absteiger VfL Eintracht Hagen II ins Sportzentrum Schürenkamp.

 

Der genaue Termin muss noch festgelegt werden, der Rahmen-Terminkalender ist noch druckfrisch. Klar ist: Gespielt wird am Wochenende 9. und 10. September. Bisher haben die Schalker Handballer ihre Heimspiele samstags ausgetragen. Bleibt es dabei, wird die kommende Saison am 9. September um 19.30 Uhr in Gelsenkirchen angepfiffen.

 

Hinter dem Team von Hagen schwebt noch ein Fragezeichen. Wer am Ende in der „Zweiten“ der Eintracht spielen wird, hat auch viel mit der „Ersten“ zu tun. Nach dem Aufstieg in 2. Bundesliga wird Eintracht Hagen sich verstärken. Wer dann dort im Sommer den Sprung in die 2. Liga nicht schafft, der dürfte im Verbandsliga-Team landen. Heißt: Die Schalker erwartet zum Saisonauftakt wohl eine Wundertüte.

 

Zum ersten Auswärtsspiel fahren die Königsblauen dann eine Woche später ebenfalls zu einem Neuling: Die SG Schalksmühle-Halver II ist als Aufsteiger aus der Landesliga dabei.

Hier der Link zur Verbandsliga, Staffel 2

Harte Konkurrenz im Aufstiegskampf für die Schalker

Einschwören auf die nächsten Ziele: Die Schalker Handballer wollen in der kommenden Saison in der Verbandsliga erneut oben mitspielen. Foto: Joachim Kleine-Büning Einschwören auf die nächsten Ziele: Die Schalker Handballer wollen in der kommenden Saison in der Verbandsliga erneut oben mitspielen. Foto: Joachim Kleine-Büning

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Gelsenkirchen. Die Handballer des FC Schalke 04 haben in der neuen Verbandsliga-Staffel harte Konkurrenz. Auch zwei Oberliga-Absteiger mischen mit.

 

Den Aufstieg in die Oberliga haben die Handballer des FC Schalke 04 knapp verpasst, jetzt haben sie bis zum 1. Juli trainingsfrei und können sich erholen. Derweil haben die Funktionäre bereits ihren Job für die kommende Saison, die am 9. September beginnt, gemacht. Die Gruppeneinteilung zur Verbandsliga Staffel 2 ist raus, und die hat es in sich.

 

Die Schalker, die oben mitspielen möchten, werden es mit den bisherigen Verbandsligisten ASV Senden, HSC Haltern/Sythen, SV Westerholt, Teutonia Riemke, TuS Bommern, TuS Hattingen, TV Westfalia Halingen, dem HSV Plettenberg-Werdohl und dem RSVE Siegen zu tun bekommen. Dazu sind als Aufsteiger die PSV Recklinghausen und die SG Schalksmühle-Halver 2 dabei. Auch im Rennen: Die beiden Oberliga-Absteiger OSC Dortmund und Eintracht Hagen 2.

 

„Für mich werden Siegen und Bommern um den Aufstieg mitspielen“, sagt Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder zur Einteilung. „Beide haben sich gut verstärkt.“

 

Bei den Absteigern sieht er ein Fragezeichen. Es käme zum Beispiel bei Hagen darauf an, welche Spieler aus der „Ersten“ in die „Zweite“ geschickt würden. Hosenfelder sagt aber auch: „Mit unseren vier Neuzugängen müssen wir uns allerdings in der kommenden Saison auch nicht unbedingt verstecken.“

 

Ralf Birkhahn, 01.06.2017

4. Neuverpflichtung zum Sommer

Verstärkung für den Rückraum Verstärkung für den Rückraum

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Schalke holt Thimo Kirsch aus der 3. Liga als Verstärkung

 

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer haben den vierten Neuzugang unter Dach und Fach. Im Sommer kommt Thimo Kirsch vom Drittligisten TuS Volmetal.

 Die Handballer des FC Schalke 04 haben ihren vierten Neuzugang für die kommende Saison unter Dach und Fach: Der 24-jährige Thimo Kirsch vom Drittligisten TuS Volmetal wird die Mannschaft ab dem Sommer verstärken. Dabei ist es egal, ob die Schalker aufsteigen. Die Zusage des Rückraumspielers gilt sowohl für die Verbandsliga als auch für die Oberliga.

 Kirsch hatte mehrere Jahre ganz auf die Karte Handball gesetzt. Er stand im Kader der Bundesligisten TBV Lemgo und VfL Gummersbach, doch bei beiden Klubs spielte er am Ende in der zweiten Mannschaft in der 3. Liga.

 Für Schalke ist der Mann, der im linken Rückraum zuhause ist, der aber auch auf der rechten Seite spielen kann, ein Top-Zugang. „Es macht uns stolz, dass er sich für uns entscheiden hat“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder. Dabei war die Verpflichtung eher ein Zufallsprodukt.

 Kirsch ist, laut Hosenfelder, ein Schalker durch und durch, und daher hat er von sich aus den Kontakt zu den Handballern gesucht. Die Schalker, die drei Spieltage vor dem Saisonende noch aufsteigen können, haben dem Studenten dann nicht „Nein“ gesagt. Im Gegenteil: „Das ist ein echtes Statement“, so Hosenfelder. „Ein Signal in Richtung Liga und in Richtung aller anderen Vereine.“

Schalke will nach oben und holt dafür drei neue Spieler

WAZ

Schalke will nach oben und holt dafür drei neue Spieler

 

Gelsenkirchen.   Die Schalker Handballer holen drei neue Spieler. Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen wollen mit dem Team in die Oberliga.

 

Die Zeit der kurzen Wege ist für Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen vorbei. Alle drei Handballer stecken vor ihrer Vorstellung beim Verbandsliga-Spitzenreiter FC Schalke 04 im Stau fest und verspäten sich. „In Dinslaken wohne ich fünf Minuten zu Fuß von der Halle weg“, sagt Bastian Schwengers. Ab der nächsten Saison muss der Oberliga-Spieler vom MTV Rheinwacht dann mit dem Auto zum Training kommen. Denn: Das Trio spielt ab dem Sommer für die Schalker.

 

Nach Möglichkeit in der Oberliga, denn die Schalker stehen trotz ihrer jüngsten 22:27-Niederlage in Ferndorf noch auf dem ersten Tabellenplatz der Verbandsliga, der den Aufstieg bedeutet. „So kurz vor dem Ziel wollen wir es natürlich auch schaffen“, sagt Trainer Sebastian Hosenfelder. Und wenn nicht? „Dann in der nächsten Saison.“

 

Daher kommen die drei Neuzugänge auf jeden Fall, egal in welcher Liga die Schalker spielen werden. „Oberliga wäre natürlich gut“, sagt Jakob Liedtke. „Darauf habe ich richtig Bock.“ Er wechselt vom Liga-Rivalen HSG Vest Recklinghausen zu den Königsblauen. Warum? „Weil das Projekt der Schalker im Handball einfach das Beste im Umkreis ist“, so der 24-Jährige.

 

Das Projekt: Mit Sebastian Hosenfelder haben die Schalker als einziger Verbandsligist einen Hauptamtlichen, der sich als Trainer nicht nur um die „Erste“ kümmert, sondern der auch die Jugendmannschaften betreut und seine Spielidee schon dort mit dem Nachwuchs aufbauen möchte.

 

Ein Linkshänder wird noch gesucht

 

Dazu werden die Handballer beim medizinischen Zentrum Medicos bestens versorgt. Ab der kommenden Saison gibt es nicht nur wie bisher bereits in der Physiotherapie mit Holger Just einen eigenen Ansprechpartner, sondern auch einen Arzt, der für die Handballer zuständig ist.

 

Und, drittens: Das erklärte Ziel des Vereins ist der Aufstieg. Entweder schon in dieser Saison, spätestens aber dann im nächsten Jahr. Das alles will Hosenfelder mit jungen Spielern aus der näheren Umgebung erreichen. Unter diese nähere Umgebung fällt dann zum Beispiel auch Bastian Schwengers, der außerhalb des Berufsverkehrs in 25 Minuten von Dinslaken aus beim Training im Sportzentrum Schürenkamp sein kann.

 

Das gilt auch für Julian Ihnen, der in der Landesliga bei Westfalia Herne spielt. Der 22-Jährige stand schon im vergangenen Sommer auf der Wunschliste der Schalker, doch damals fiel die Entscheidung über den Aufstieg in die Verbandsliga erst am Ende der Saison. Zu diesem Zeitpunkt hatte Ihnen bereits bei Westfalia Herne zugesagt. Die Königsblauen kamen zu spät.

 

Aus diesem Grund haben sie in diesem Jahr früh Nägel mit Köpfen gemacht und bereits drei Neuzugänge verpflichtet. Auch der Bulgare Nikolay Neychev, der erst im Winter kam und nach wenigen Spielen mit einem gebrochenen Handgelenk ausfiel, soll nach Möglichkeit gehalten werden.

 

Fehlt noch ein Linkshänder für den Rückraum, dann ist das neue Team komplett. Egal, ob für die Verbandsliga oder für die Oberliga.

 

Ralf Birkhan, 13.03.2017