Sebastian Hosenfelder ohne Urlaub in die neue Saison

Trainer Sebastian Hosenfelder Trainer Sebastian Hosenfelder

WAZ

Schalke. Schalkes Trainer bleibt im Sommer zuhause. Die lange Saison und die Vorbereitung auf die neue Verbandsliga-Spielzeit lassen kaum Freizeit zu.

 

Eigentlich wäre die vergangene Saison für die Schalker Handballer am 13. Mai beendet gewesen. Doch der Verbandsliga-Vizemeister musste noch zwei Wochen nachsitzen, um dann nach zwei Entscheidungsspielen gegen den TuS 09 Möllbergen doch nicht den Sprung in die Oberliga zu schaffen.

 

Während die meisten Spieler danach ihren Urlaub antreten konnten, kostete Sebastian Hosenfelder diese Verlängerung der Saison wohl den Urlaub. Denn der Schalker Trainer hatte sich nach dem Ende der strapaziösen Spielzeit als Sportlicher Leiter und Jugendkoordinator der königsblauen Handballschmiede um noch vieles zu kümmern. Und schließlich musste auch die Vorbereitung auf die kommende Saison geplant werden. Denn nach dem verpatzten Aufstieg soll nun natürlich der Sprung in die Oberliga geschafft werden.

 

„Ich habe mir selbst eine Urlaubssperre auferlegt“, sagt Sebastian Hosenfelder. „In den Herbstferien, wenn die Liga drei Wochen Pause macht, werde ich wohl erst in den Urlaub fahren.“

 

Die um zwei Wochen verlängerte Saison hat aber auch Auswirkungen auf die kommende Spielzeit. „Wir sind später in die Vorbereitung gestartet. Statt zwölf sind es nun nur zehn Wochen Zeit“, sagt der Schalker Trainer. Zwei Wochen sind nun schon um. In dieser Zeit haben die königsblauen Handballer erst einmal an der Grundlagenausdauer gearbeitet. Hosenfelder: „Vor dem ersten Testspiel haben wir erst zweimal den Ball in der Hand gehabt.“ Die Niederlage gegen den Oberligisten HSG Gevelsberg-Silschede war für den Coach daher wenig aussagekräftig. Vom 49:29-Sieg bei Bezirksligisten TB Oberhausen gab es noch weniger neue Erkenntnisse zu vermelden, ebenso wie nach dem 33:24-Sieg gegen den Verbandsligisten Kettwiger SV. Hosenfelder: „Körperlich ist das Team gut drauf. Ein wenig Feinjustierung fehlt noch. Aber das Grundlevel ist ordentlich.“

 

Schon mehr erwartet Sebastian Hosenfelder von der Partie am kommenden Samstag, 5. August, 16 Uhr, im Schürenkamp gegen den Regionalligisten Tusem Essen II. „Da erwarte ich, dass wir ordentlich mithalten. Ein Spiel mit plus, minus fünf Toren“, sagt der Schalker Coach.

Nun wird mit dem Ball trainiert

 

In den kommenden Wochen wird sein Team nun viel mit dem Ball arbeiten, die Neuzugänge Thimo Kirsch, Bastian Schwengers, Jakob Liedtke und Julian Ihnen müssen sich einspielen. „Die neuen haben noch wenig mit der Mannschaft gemacht, erst vier Einheiten mit dem Ball“, so Hosenfelder. „Sie müssen die Spielabläufe noch kennenlernen, auch ihre Partner auf dem Feld.“ Vor allem von Thimo Kirsch erwartet der Trainer etwas. Der Neuzugang vom TuS Volmetal soll die Abwehr anführen. Hosenfelder: „Er soll das Kommando, die Verantwortung übernehmen. In den ersten Spielen hat er das schon gut gemacht.“

Stefan Andres

31.07.2017