Schalke siegt 31:20 und behält damit seine weiße Weste

Thimo Kirsch Thimo Kirsch

WAZ

Gelsenkirchen. Die Schalker Handballer haben den dritten Sieg der Saison eingefahren: Beim 31:20 gegen Riemke trafen Julian Ihnen und Felix Busjan je zehnmal.

 

Die Handballer des FC Schalke 04 hatten einen relativ entspannten Samstagabend im Sportzentrum Schürenkamp: Gegen den SV Teutonia Riemke gab es einen nie gefährdeten 31:20-Heimsieg. Es war der dritte Erfolg im dritten Spiel der Saison und die Schalker mischen mit 6:0 Punkten an der Tabellenspitze mit.

 

Dennoch war Trainer Sebastian Hosenfelder nicht ganz zufrieden. Er hätte sich mehr Tore seiner Mannschaft und einen noch deutlicheren Erfolg gegen den Tabellenletzten gewünscht. Letztlich sagt er aber: „Alles in Ordnung.“

 

Schon in der 15. Minute führten die Schalker beim 13:3 erstmals mit zehn Toren. Damit war klar, wo die Reise hingeht. Doch bis zum Ende der Partie pendelte der Vorsprung immer um zehn Tore herum. Trainer Hosenfelder hätte auch gegen 20 oder mehr Tore Vorsprung nichts einzuwenden gehabt, aber die Mannschaft nahm den Gang raus und ließ sich das Spiel der Riemker diktieren.

 

„Riemke war zufrieden damit, nicht noch höher zu verlieren“, so Hosenfelder. „So haben sie gespielt, und wir sind drauf eingestiegen.“

 

Allerdings reichte die Führung aus, um den angeschlagenen Rückraumspieler Thorben Kirsch zu schonen. Er saß zwar für eventuelle Notsituationen auf der Bank, kam aber wegen seiner Oberschenkelzerrung erst gar nicht zum Einsatz.

 

In den bisherigen beiden Saisonspielen stand die Schalker Torfabrik im Rückraum, doch das sah diesmal anders aus: Rechtsaußen Felix Busjan und Linksaußen Julian Ihnen waren diesmal jeweils mit zehn Treffern am Schalker Sieg beteiligt. Der Grund: Erneut die Riemker Spielweise.

 

Die Gäste gingen nach dem frühen Rückstand mehr Risiko ein und nahmen im Angriff häufig den Torhüter zugunsten eines siebten Feldspielers vom Platz. Beim Ballgewinn schaltete Schalke entsprechend schnell um, nutzte die Wechsel-Augenblicke und lief schnelle Konter über beide Außen, die sehr erfolgreich endeten.

 

„Eigentlich ist das immer unsere erste Option“, so Trainer Hosenfelder später. „In den bisherigen Spielen hat dieses System aber noch nicht wie geplant funktioniert.“ Wohl dem, der neben den blitzschnellen Außen auch noch über einen wurfgewaltigen Rückraum als Alternative verfügt und auch damit Spiele gewinnen kann.

 

Am kommenden Samstag geht es für die Schalker mit einem Auswärtsspiel beim HSV Plettenberg/Werdohl weiter. In der vergangenen Saison hat sich der Verein erst in der Relegation den Platz für die Verbandsliga sichern können, doch das Team hat sich verstärkt. „Sie sind körperlich robust“, so Sebastian Hosenfelder. Aber darin sieht er kein großes Problem: „Ich denke, das sollte uns liegen.“

 

Ralf Birkhan, 24.09.2017

FC Schalke 04: Fabian Sinkovec, Sven Erzfeld; Thorben Kirsch, Felix Busjan (10), Thimo Kirsch (3), Nils Beyer (2), Julian Ihnen (9), Philipp Gemsa (2), Marijo Samija (1), Max Gill (1), Frederic Hentschel (1), Marcel Mackowiak (2), Bastian Schwengers, Mathias Bober.